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Ministerbesuche
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Aufwartung im Apothekerparlament

Parallel zur Messe findet traditionell der Deutsche Apothekertag (DAT) statt. Die jährliche Hauptversammlung bietet auch der Politik ein Forum – das etliche Gesundheitsministerinnen und -minister schon genutzt haben.
AutorKontaktPZ
Datum 01.09.2026  10:00 Uhr
Schwieriges Verhältnis zu Ulla Schmidt

Schwieriges Verhältnis zu Ulla Schmidt

Von 2009 bis 2011 wurde das Bundesgesundheitsministerium von FDP-Politiker Philipp Rösler geführt, sein Parteikollege Daniel Bahr folgte 2011 und hatte das Amt bis 2013 inne. Bahr erschien 2012 persönlich vor Ort und musste sich einiges an Kritik anhören. Der Grund war die angekündigte minimale Erhöhung des Fixhonorars um 25 Cent auf 8,35 Euro – zu wenig nach Auffassung der Delegierten. Bahr verwies auf die gestiegene Zahl der abgegebenen Packungen und erklärte, dass sich seit 2004 keine Regierung mehr an eine Fixumserhöhung gewagt hätte. Sein Parteikollege Rösler erschien dagegen nie persönlich beim DAT.

Das Verhältnis zwischen der Apothekerschaft und Ulla Schmidt (SPD), die von 2001 bis 2009 Bundesgesundheitsministerin war, kann mindestens als schwierig bezeichnet werden. So fiel in Schmidts Amtszeit das GKV-Modernisierungsgesetz, das das heutige System der Apothekenvergütung schuf und oft für das Apothekensterben mitverantwortlich gemacht wird. Zudem ermöglichte es den Versandhandel mit verschreibungspflichtigen Arzneimitteln (Rx-Versand).

Im Jahr 2001, gleich zu Beginn ihrer Amtszeit, wollte Schmidt persönlich den DAT besuchen. Doch aufgrund der Terroranschläge vom 11. September musste die Ministerin kurzfristig absagen. So war Ulla Schmidt nur 2003 beim außerordentlichen Apothekertag in Berlin persönlich vor Ort. Damals verteidigte sie ihre Gesundheitsreformen und erklärte, dass diese von allen Beteiligten Opfer verlangten.  Schmidts Auftritt wurde von Protesten, Buhrufen und Pfiffen begleitet.

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