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Covid-19-Impfung

Auch Astra-Zeneca-Impfstoff kann bei Schwangeren verimpft werden

Die gynäkologischen Fachgesellschaften haben ihre gemeinsame Stellungnahme »Covid-19-Impfung von Schwangeren und Frauen mit Kinderwunsch« um eine Information zum neu zugelassenen Impfstoff von Astra-Zeneca ergänzt.
Theo Dingermann
10.02.2021  14:30 Uhr

In einer Pressemitteilung informieren jetzt die gynäkologischen Fachgesellschaften über eine wichtige Erweiterung ihrer Empfehlungen zu Covid-19-Impfungen mit dem neu zugelassenen Impfstoff von Astra-Zeneca (AZD1222), der den offiziellen Namen »COVID-19 Vaccine AstraZeneca« trägt.

Da vergleichende Daten der unterschiedlichen Impfstoffe und Impfstofftypen hinsichtlich Wirkungsgrad und Sicherheitsprofil während der Schwangerschaft oder bei Frauen mit Kinderwunsch derzeit nicht existieren, wird derzeit ein Einsatz des Astra-Zeneca-Impfstoffs bei Schwangeren nur dann empfohlen, wenn nach individueller Abwägung und Aufklärung der potenzielle Nutzen für Mutter und Feten den möglichen Risiken überwiegt. Diese Empfehlung deckt sich mit den Empfehlungen Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA), des Royal College of Obstetrics and Gynecology (RCOG) und der Ständigen Impfkommission (STIKO). 

In der gemeinsamen Stellungnahme der gynäkologischen Fachgesellschaften »Covid-19-Impfung von Schwangeren und Frauen mit Kinderwunsch« vom 29.01.2021 wurde die Impfung von Frauen mit Kinderwunsch bislang mit einem der mRNA-Impfstoffe von Biontech/Pfizer und Moderna empfohlen. Auch schwangere Frauen können im Rahmen informierter partizipativer Entscheidungsfindung gegen SARS-CoV-2/Covid-19 geimpft werden. Eine Rangfolge der verschiedenen Impfstoffe machen die Fachgesellschaften aber bislang nicht.

Auch für die Anwendung von mRNA-Impfstoffen in der Schwangerschaft liegen zum jetzigen Zeitpunkt noch keine belastbaren Daten vor. In der neuen Ergänzung zum Vektorimpfstoff weisen die Fachgesellschaften darauf hin: »Vergleichende Daten der unterschiedlichen Impfstoffe und Impfstofftypen hinsichtlich Wirkungsgrad und Sicherheitsprofil während der Schwangerschaft oder bei Frauen mit Kinderwunsch existieren derzeit nicht.«

Eine generelle Impfung aller Schwangeren wird derzeit mehrheitlich von den Fachgesellschaften nicht befürwortet. Schwangere sollen jedoch nicht grundsätzlich von Impfprogrammen ausgeschlossen werden. Insbesondere Schwangeren mit Vorerkrankungen, einem hohen Risiko für einen schweren Verlauf von Covid-19 oder hohem Expositionsrisiko gegenüber einer SARS-CoV-2-Infektion kann die Impfung angeboten werden. Grundsätzlich soll die Entscheidung über Covid-19-Impfung bei Schwangeren in enger Absprache mit einem Arzt, nach Abwägung der individuellen Vorteile und Risiken getroffen werden.

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