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Nachschub für Maskenabgabe

Apotheker müssen teils auf Masken-Lieferungen warten

Mit der am heutigen Dienstag in Kraft getretenen Coronavirus-Schutzmasken-Verordnung sind die Apotheken vor allem mit der Verteilung der Masken, aber auch mit der Beschaffung beschäftigt. Viele Apotheker haben ihre Ware nicht über den Großhandel bestellt – und müssen teils länger auf ihre Lieferungen warten. Der Großhandel erklärt hingegen, dass er für zuverlässige Lieferungen sorgt. Die Noweda richtet zudem eine Vorbestellmöglichkeit ein.
Charlotte Kurz
15.12.2020  16:30 Uhr

Es ist kurz vor Weihnachten, morgen beginnt der zweite bundesweite Lockdown des Jahres. Viele Apotheken verzeichnen aus diesen Gründen bereits einen Kundenanstieg in der Offizin. Mit dem heutigen Inkrafttreten der Coronavirus-Schutzmasken-Verordnung suchen zudem viele Risikopatienten und Senioren die Apotheken auf, um jeweils drei kostenlose Schutzmasken zu erhalten. Die ersten Details der Verordnung wurden erst vor wenigen Tagen bekannt, die Apotheken hatten damit kaum Zeit sich auf die neue Aufgabe vorzubereiten.

Laut Verordnung sollen die Apotheken die Masken selbst beschaffen, also Bestellungen über den Großhandel direkt über die Hersteller oder über sonstige Händler aufzugeben. Einige Apotheker berichteten gegenüber der PZ, dass es aktuell schwierig sei, an Masken in guter Qualität zu kommen. Auch über lange Lieferzeiten klagen die Apotheker. »Vergangene Woche habe ich bereits am Donnerstag Masken bestellt, der frühestmögliche Liefertermin ist übermorgen«, erklärte beispielsweise Monika Herzog, Apothekeninhaberin der Herzog Apotheke in Wiesloch. Auch weitere Apotheker warten auf die Lieferungen von Masken

Bestellt hatten die Apotheker häufig bei Zwischenhändlern und seltener beim Großhandel. Die Maskenlieferungen über Speditionen und Logistik-Dienstleister dauern dem Vernehmen nach mehrere Tage und kommen damit in vielen Fällen zu spät. Denn bereits heute stehen Tausende Risikopatienten in den Apotheken und möchten die Masken abholen. Eine entsprechende Nachfrage der PZ bei der Deutschen Post, (DHL) ob hier Lieferengpässe oder sonstige Verzögerungen drohen, wies eine Sprecherin mit dem Verweis auf das Bundesgesundheitsministerium (BMG) ab. Klar ist allerdings: Das BMG ist zwar für die Verordnung und deren Inhalt verantwortlich, nicht aber für die Lieferwege, auf denen die Masken vom Hersteller zu den Apotheken gelangen.

Insgesamt sollen in den kommenden Monaten rund 400 Millionen Masken verteilt werden. Der pharmazeutische Großhandel sieht sich hingegen für die kommenden Wochen gut gerüstet: »Die Schutzmasken-Lieferkette steht!«, erklärt André Blümel, der Vorsitzende des Bundesverbands Phagro. Der Großhandel könne die Apotheken mit ausreichend partikelfiltrierenden Schutzmasken versorgen. Blümel betont, dass die Mitgliedsunternehmen frühzeitig stabile Lieferantenbeziehungen und verlässliche Lieferwege aufgebaut hätten.

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