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Apobank-Umfrage

Apotheken nur mittelmäßig nachhaltig

Gefragt, warum Apotheken nachhaltiger gestaltet werden sollten, gaben 85 Prozent der Apotheker als Grund die eigene Überzeugung an, 77 Prozent nannten die soziale Verantwortung. Für mehr als die Hälfte der befragten Teilnehmer spielt aber auch die langfristige Senkung von Betriebskosten eine wichtige Rolle.

Allerdings stellt die Umfrage auch deutlich heraus, dass Apotheker auch vor Herausforderungen bei der Transformation der Apotheke hin zu mehr Nachhaltigkeit gestellt werden. So finden knapp 50 Prozent der Befragten, dass diese Umstellung mangels nachhaltiger Alternativen, beziehungsweise aufgrund eines zu hohen Aufwands schwierig sei. Rund 40 Prozent gaben zudem an, dass Nachhaltigkeitsaspekte in der Apotheke zu hohe Kosten mit sich brächten und dass es hierfür zu wenig Unterstützung gebe. Eine befragte Apothekerin wünscht sich beispielsweise staatliche Förderungsanreize, ein anderer Apotheker wäre dankbar für Tipps und Informationen rund um das Thema Nachhaltigkeit und Gesundheit. Eine Idee, wie das Thema Nachhaltigkeit in der Offizin besser integriert werden kann, hat Apotheker Albrecht Binder aus dem nordrhein-westfälischen Steinheim vor einigen Wochen der PZ erläutert. Binder misst regelmäßig den Einfluss seiner Apotheke auf die Umwelt und findet, dass dieses System der sogenannten Gemeinwohlökonomie auch die richtigen staatlichen Anreize setzen könnte.

Die Apobank befragte für diese Umfrage insgesamt 500 Heilberufler, davon jeweils ein Viertel Hausärzte, Fachärzte, Zahnärzte und Apotheker. Von den befragten 125 Apothekern waren 95 Prozent Apothekeninhaber und 5 Prozent Teilhaber. Insgesamt liegt die Geschlechterverteilung der befragten Teilnehmer bei 50 Prozent Frauen. Auch die Stadt-Land-Verteilung ist relativ gleichmäßig, so wurden insgesamt 41 Prozent Heilberufler befragt, die auf dem Land leben oder aus einer Kleinstadt kommen. Demnach leben und arbeiten 59 Prozent der Befragten in einer mittleren bis großen Stadt. Die Online-Umfrage wurde vom 28. Juli bis zum 23. August 2021 im DocCheck Panel von DocCheck Insights im Auftrag der Apobank durchgeführt.

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