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Bundesapothekerkammer
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Zwei zusätzliche Kandidaten

Beworben haben sich außerdem der angestellte Industrieapotheker Armin Hoffmann, Präsident der Kammer Nordrhein, sowie Kai-Peter Siemsen, selbstständiger Apotheker und Kammerpräsident aus Hamburg. In der nun endenden Wahlperiode vertraten Andreas Kiefer sowie Thomas Benkert und Ursula Funke die Positionen der selbstständigen Apotheker. Ob nach der BAK-Vize-Wahl die unterlegene Kandidatin einen Beisitzerposten anstrebt, ist noch unklar. Falls ja, gäbe es sogar fünf Bewerber auf die drei Positionen. Für alle Posten im Geschäftsführenden Vorstand gilt, dass nur Mitglieder der Vorstände der Mitgliedskammern wählbar sind.

Nicht nur die Personalstruktur, auch der Wahlvorgang unterliegt festen Regeln – und neuerdings auch die Kandidatenkür. Mit der Satzung vom 29. November 2017 gibt es für die Vorstandswahlen in der BAK erstmals einen so genannten Wahlaufsatz, also eine Liste, auf der Kandidaten bis zu einem bestimmten Zeitpunkt vor der Mitgliederversammlung ihr Interesse anmelden müssen. Genauer: Bis spätestens sechs Wochen vor dem Termin müssen die Mitgliedskammern ihre Kandidaten benennen und ihre Vorschläge direkt an den ABDA-Hauptgeschäftsführer richten. Aus diesen Vorschlägen wird der Wahlaufsatz erstellt. Noch beim letzten Wahlgang vor vier Jahren konnten sich Kandidaten kurzfristig in der Mitgliederversammlung melden. Darin unterschied sich die BAK von den beiden anderen Spitzenorganisationen DAV und ABDA.

Mitgliederversammlung als oberstes Organ der BAK

Der Mitgliederversammlung als dem obersten Organ der Bundesapothekerkammer obliegt die Wahl des Geschäftsführenden Vorstands. Das Gremium tritt mindestens ein Mal im Jahr zusammen und besteht aus je maximal vier Vertretern aller Landesapothekerkammern, von denen ein nicht-selbstständiger Apotheker dabei sein soll. Die Mitgliederversammlung ist beschlussfähig, wenn – wie auch beim Deutschen Apothekerverband DAV und der ABDA – drei Fünftel aller Stimmen vertreten sind.

Je nach Mitgliederzahl bekommen die Landesapothekerkammern unterschiedliches Stimmengewicht. Die Stimmen in der Mitgliederversammlung sind wie folgt verteilt: Auf jede Kammer entfallen zehn Grundstimmen, zusätzlich kommt auf je 350 Mitglieder jeder Kammer eine weitere Stimme. Angebrochene 350 werden als volle 350 gezählt, wenn die Zahl 175 überschritten ist. In diesem Fall bekommt die Kammer also eine weitere Stimme. Stichtag für die Stimmenberechnung ist der 1. Januar des Wahljahres. Die Personenwahlen sind geheim. Gewählt ist, wer die einfache Mehrheit der Stimmen bekommt, Stimmenthaltungen werden als nicht abgegebene Stimmen gezählt. Am kommenden Mittwoch setzt der DAV den Wahlreigen fort, eine Woche später folgt die ABDA.

Die Pharmazeutische Zeitung wird am morgigen Donnerstag über den Ausgang der Wahl berichten.

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