| Lukas Brockfeld |
| 29.04.2026 16:30 Uhr |
Der Marburger Bund beklagt, dass das GKV-Beitragsstabilisierungsgesetzes etwa drei Viertel seines Einsparvolumens über Kürzungen in der Versorgung realisiere. »In der Gesundheitsversorgung sollte es um den Versorgungsbedarf der Patientinnen und Patienten und um gute Rahmenbedingungen für die Beschäftigten gehen. Stattdessen droht nun die Versorgung allein von den verfügbaren Finanzmitteln bestimmt zu werden«, klagt Susanne Johna, 1. Vorsitzende des Marburger Bundes. Angesichts der Krankenhausreform und anderer Großprojekte sei das ein völlig falscher Ansatz.
Auch die Ärzteverbände Medi Geno Deutschland und Medi Baden-Württemberg beklagen, dass die Reform vor allem die niedergelassene Ärzteschaft belaste. »Die Bürgerinnen und Bürger werden die radikalen Sparmaßnahmen vielleicht nicht alle im Portemonnaie spüren, aber am Ende bei der ambulanten medizinischen Versorgung. Auch wir Ärztinnen und Ärzte sowie Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten werden neu kalkulieren müssen und mit dem noch vorhandenen Budget und unter den künftigen Bedingungen unsere Leistungen und ärztliche Arbeitszeit anpassen müssen«, sagt der Verbandsvorsitzende Norbert Smetak.