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Libanon
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»Ärzte ohne Grenzen« fordert Zugang zur Gesundheitsversorgung

»Ärzte ohne Grenzen« fordert, den Zugang von Zivilistinnen und Zivilisten im Süden des Libanon zur Gesundheitsversorgung zu gewährleisten, und unterstützt die Arbeit von Krankenhäusern. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) schickt mit einem Landkonvoi Medikamente nach Beirut. Gleichzeitig werden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Gesundheitswesen bei Angriffen verletzt oder getötet.
AutorKontaktPZ
AutorKontaktdpa
Datum 25.03.2026  15:08 Uhr

Libanon: Seit Anfang März 42 Sanitäter getötet

Laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) gab es bis zum 23. März mehr als 64 Angriffe auf Gesundheitseinrichtungen. Dabei wurden 51 Gesundheitsmitarbeitende getötet und 91 verletzt. Fünf Krankenhäuser und 49 Gesundheitszentren sind demnach derzeit außer Betrieb.

Wie das libanesische Gesundheitsministerium mitteilte, wurden bei einem jüngsten Vorfall am Montag zwei Sanitäter bei einem israelischen Angriff auf ihr Motorrad getroffen und getötet. Die beiden Männer seien auf dem Weg zu einem Einsatz und in Uniform gekleidet gewesen. Ihr Motorrad sei mit Warnleuchten ausgestattet gewesen. Somit steige die Zahl der seit Anfang März bei israelischen Angriffen getöteten Sanitäterinnen und Sanitäter auf 42. 

Sowohl die Hisbollah als auch die mit ihr verbündete Amal-Bewegung haben eigene Gesundheitsdienste. Insbesondere deren Mitarbeiter werden bei den Angriffen getroffen. Auf Nachfrage der Nachrichtenagentur dpa teilte das israelische Militär mit, den Fall zu prüfen.

Das israelische Militär wirft der Hisbollah vor, Krankenwagen und andere medizinische Einrichtungen für militärische Zwecke zu nutzen. Die libanesische Regierung wirft Israels Armee vor, vorsätzlich Rettungsmaßnahmen zu behindern und gegen das Völkerrecht zu verstoßen. 

WHO schickt 22 Tonnen Medikamente nach Beirut

Auch die WHO hat am Samstag einen Landkonvoi mit medizinischer Ausrüstung nach Beirut geschickt. »Die WHO hat 22 Tonnen lebensrettende Medikamente sowie Material für die Unfall- und Notfallchirurgie nach Beirut geschickt – genug, um die Behandlung von 50.000 Patienten zu gewährleisten, darunter 40.000 chirurgische Eingriffe«, teilte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus auf der Microblogging-Plattform X mit. 

Dies sei der erste Konvoi, der über eine länderübergreifende Landbrücke vom Globalen Logistikzentrum der WHO in Dubai aus entsandt wurde. Damit sei eine neue Route eingerichtet worden, um den Nachschub in der gesamten Nahostregion trotz zunehmender logistischer Störungen aufrechtzuerhalten. Der Konvoi werde voraussichtlich innerhalb einer Woche in Beirut eintreffen. Weitere Lieferungen der WHO stünden bereit und würden in Kürze versendet, um die Hilfsmaßnahmen im Libanon zu unterstützen.

»Die WHO dankt der Regierung der Vereinigten Arabischen Emirate für die über zehnjährige Partnerschaft zur Unterstützung des Globalen Logistikzentrums«, schrieb Ghebreyesus. Dieses würde den Transport humanitärer Hilfsgüter in mehr als 150 Länder weltweit sicherstellen. Er schrieb außerdem, dass die WHO den Schutz des Gesundheitswesens fordert und an alle Parteien appelliert, »den lebensrettenden Weg zum Frieden zu wählen«.

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