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Brief des Gesamtvorstandes
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ABDA appelliert an Warken: Fixum statt Abschlag

Die Apothekerschaft protestiert gegen die geplante Erhöhung des Kassenabschlags. In einem Brief an Gesundheitsministerin Warken fordert der ABDA-Gesamtvorstand, dass die Sparmaßnahme gestrichen und stattdessen endlich das Fixum angehoben wird.
AutorAlexander Müller
Datum 04.05.2026  17:30 Uhr

Viele Apotheken in der Verlustzone

Seit 2013 hätten die Apotheken keine substanzielle Honoraranpassung erhalten, trotz um 65 Prozent gestiegener Betriebskosten. Jede fünfte Apotheke in Deutschland sei in dieser Zeit verloren gegangen und weitere Schließungen zeichneten sich ab: Rund 18 Prozent der Apotheken erwirtschaften laut ABDA ein Betriebsergebnis unter 50.000 Euro, 7 Prozent befänden sich in der Verlustzone.

Weitere Honorarkürzungen würden diese Apotheken schwer treffen, mahnt der Gesamtvorstand. Die im Spargesetz geplante Anhebung des Kassenabschlags um 30 Cent bedeute eine »dauerhafte Honorarkürzung« in Höhe von 3 Prozent der gesamten Apothekenvergütung bei GKV-Fertigarzneimitteln. Jede weitere geschlossene Apotheke bedeute längere Wege für die Patienten. »Ist eine Apotheke einmal geschlossen, geht Versorgungsstruktur unwiderruflich verloren – zum massiven Nachteil der Patientinnen und Patienten«, heißt es im Brief.

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