Pharmazeutische Zeitung online
»Apothekenmanager«

8000 Apotheken für DAV-Patientenportal freigeschaltet

Erst sechs Tage ist die erste Patienten-Web-App des Deutschen Apothekerverbands (DAV) am Netz und kann dennoch schon über eine stattliche Anzahl von beteiligten Apotheken berichten. Demnach haben sich bislang etwa 8000 Offizinen freigeschaltet, um an der neuen, sicheren Kommunikationsfunktion teilhaben zu können, wie die ABDA am Mittwoch mitteilte.
Cornelia Dölger
06.10.2021  13:00 Uhr

Eigentlich richtet sich diese Funktion auf www.mein-apothekenmanager.de zunächst an die Apothekenkunden; sie können darüber etwa bei der Apotheke ihrer Wahl anfragen, ob ein Präparat – Rx oder rezeptfrei – verfügbar oder ein Botendienst möglich ist. Wie DAV-Präsident Thomas Dittrich aber schon vorige Woche beim Start der progressiven Web-App betonte, werde die digitale Kundenkommunikation für die Apotheken »immer mehr zum strategischen Faktor«. Entsprechend zuversichtlich zeigte er sich, dass viele Apotheken sich freischalten lassen würden, eben weil »viele Apotheken Interesse haben, einen solchen zusätzlichen Kommunikationsweg zu ihren Kunden zu etablieren«. Die Freischaltung erfolgt dabei über das apothekenseitige Angebot »Mein Apothekenportal«.

Angesichts der bis dato 8000 beteiligten lokalen Apotheken sagte Dittrich am heutigen Mittwoch, er gehe davon aus, »dass es sehr schnell noch deutlich mehr werden«, wie es in der Mitteilung hieß. »Schließlich sind nahezu alle der 18600 Apotheken in Deutschland auf dem Portal registriert.« Um die digitale Kommunikation mit der Apotheke aufzunehmen, sei nur eine Registrierung nötig, es müsse keine App heruntergeladen werden. Es sei wichtig, dass Apotheken für ihre Kundinnen und Kunden leicht erreichbar seien, »auch digital«.

Digitale Marktplätze und Gesundheits-Apps

In Zeiten des heraufkommenden E-Rezept, in denen sich große Kapitalgesellschaften und ihre EU-Versender für die fortschreitende Digitalisierung wappnen, müssen sich auch lokale Apotheken ins Zeug legen, um sich digital gut zu präsentieren. Neben dem Verbändeportal gibt es entsprechend auch andere Anbieter. Etwa gibt es bereits seit April 2019 den Marktplatz ihreapotheken.de (ia.de), der vom so genannten Zukunftspakt Apotheke betrieben wird, einem Bündnis der Apothekergenossenschaft Noweda und des Burda-Verlags. Laut eigenen Angaben haben sich diesem Portal inzwischen etwa 7000 Vor-Ort-Apotheken angeschlossen. Ab Dezember soll es den digitalen Marktplatz auch als App geben.

Andersherum läuft es bei der Gesundheitsplattform gesund.de. Die gibt es erst seit voriger Woche als Online-Marktplatz, aber schon seit Juni als Marktplatz-App. Betrieben wird sie von dem Gemeinschaftsunternehmen »Gesundheit für Deutschland« GfD (Noventi, Phoenix, Wort & Bild Verlag, BD Rowa und Sanacorp). Unter diesem Dach versammeln sich laut GfD 6000 lokale Apotheken.

Mehr von Avoxa