Die Behandlung von Ebola-Patienten und die Isolierung von Verdachtsfällen sind nur eine Säule im Kampf gegen die Epidemie - und dabei sehr personal- und materialaufwändig. Um die Ausbreitung von Ebola einzudämmen, sind aber auch die Teams sogenannter Contact Tracer wichtig. Sie identifizieren die Infektionsketten, also die Kontaktpersonen von bekannten Fällen. Diese Personen werden registriert, in einer Datenbank erfasst und idealerweise jeden Tag kontaktiert, um festzustellen, ob sie gesund sind.
Solange sie gesund sind, sind die Kontaktpersonen, etwa Familienangehörige, nicht ansteckend bei normalem Umgang. »Aber bei Fieber müssen sie schleunigst und unter sicheren Bedingungen in ein Isolations- und Behandlungszentrum gebracht werden«, so Gertler. Die Kontaktpersonen müssen nach ihrem letzten Kontakt mit einem Ebola-Patienten 21 Tage lang nachverfolgt werden.
Wichtig ist außerdem die Gesundheitsaufklärung für die örtliche Bevölkerung. Hierfür sind derzeit Freiwillige des kongolesischen Roten Kreuzes im Einsatz. Sie gehen in den besonders betroffenen Regionen von Tür zu Tür und klären über die Verbreitung von Ebola.
Auch über ein Rundfunkprogramm der Organisation werden Ratschläge zu Symptomen erteilt – und nicht zuletzt dazu aufgerufen, bei Verdachtsanzeichen schnell Hilfe zu suchen.