| Lukas Brockfeld |
| 24.09.2026 11:15 Uhr |
Nicht alle Ärztinnen und Ärzte sind mit den jüngsten Finanzierungsverhandlungen zufrieden. »Das Ergebnis reicht bei Weitem nicht aus, um die Praxen verlässlich zu finanzieren«, kommentiert etwa der Bundesvorsitzende des Virchowbundes, Dirk Heinrich. »Beim Blick auf die Kostentreiber in Arztpraxen, also die Ausgaben für Personal, Geräte, Energie oder Miete, wissen alle Praxisinhaber jetzt: Dieses magere Ergebnis bedeutet ein Verhungern auf Raten für die eigene Praxis«, sagt Heinrich.
Der Arzt bezeichnet die gegenwärtige Situation als »absurd«. »Einerseits drängt die Politik darauf, dass die niedergelassenen Ärzte mehr und mehr Fälle ambulant versorgen. Andererseits entreißt sie den Arztpraxen mit dem GKV-Spargesetz die finanzielle Grundlage. Die geringe Steigerung wird diese gefährliche Abwärtsspirale für die ambulante Versorgung nur noch mehr befeuern«, mahnt Dirk Heinrich. Die Folgen würden Patientinnen und Patienten ab nächstem Jahr zu spüren bekommen. »Arztpraxen werden Personal entlassen, Investitionen verschieben und ihr Terminangebot einschränken müssen, weil sie ihre Kosten im Blick behalten müssen.«