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Statistisches Bundesamt

2021 historisch umsatzstärkstes Jahr der Apotheken 

Apotheken sind ein wichtiger Bestandteil der ambulanten Gesundheitsversorgung – das hat sich während der Corona-Pandemie auch an den Umsätzen bemerkbar gemacht. 2021 war laut Statistischem Bundesamt das umsatzstärkste Jahr der Apotheken seit Beginn der Zeitreihe 1994.
Melanie Höhn
15.03.2022  13:15 Uhr

Im Jahr 2021 setzten Apotheken 7,8 Prozent mehr Umsatz um als im Jahr 2020. Das meldet das Statistische Bundesamt (Destatis) nach vorläufigen Ergebnissen. Damit war 2021 das umsatzstärkste Jahr der Apotheken seit Beginn der Zeitreihe 1994.

Auch im Vergleich zum Vor-Corona-Jahr 2019 fiel der Umsatz im Jahr 2021 deutlich höher aus: ein Plus von 15,4 Prozent. Auf die Monate gesehen war der Dezember 2021 der historisch bislang umsatzstärkste Monat.  Zu dem Zeitpunkt galten für viele Ladengeschäfte Einschränkungen wie 2G oder 2G Plus.  Die Apotheken verzeichneten preis-, kalender- und saisonbereinigt ein Umsatzplus von 1,9 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat und ein Plus von 18,1 Prozent gegenüber dem Dezember des Vorkrisenjahres 2019. 

Keine coronabedingten Schließungen

Für das Jahr 2021 liegt der Gesamtumsatz der Apotheken noch nicht vor, 2020 erwirtschaftete die Branche rund 59 Milliarden Euro Umsatz. Dazu trugen 16 200 Unternehmen (rechtliche Einheiten) mit insgesamt 202 000 abhängig Beschäftigten bei. 

Im Gegensatz zu den meisten Einzelhandelsunternehmen waren Apotheken – ebenso wie der Lebensmittelhandel – zu keinem Zeitpunkt während der Pandemie von coronabedingten Schließungen betroffen.

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