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Urothelkarzinom: Pembrolizumab nur eingeschränkt Firstline

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Nach der Indikationseinschränkung für Atezolizumab (Tecentriq©) Anfang der Woche folgt nun ein ähnlicher Rote-Hand-Brief für einen weiteren Checkpoint-Inhibitor: Pembrolizumab (Keytruda©) darf bei Patienten mit lokal fortgeschrittenem oder metastasiertem Urothelkarzinom als Erstlinien-Monotherapie nur noch angewendet werden, wenn eine Cisplatin-basierte Chemotherapie für sie nicht geeignet ist und ihre Tumoren den Programmed Death-Ligand 1 (PD-L1) mit einem kombinierten positiven Score (CPS) ≥ 10 exprimieren. Pembrolizumab bleibt weiterhin zur Zweitlinien-Behandlung nach vorheriger Platin-basierter Therapie zugelassen. Auch die zugelassenen Indikationsgebiete für andere Krebsarten bleiben unberührt, teilt Hersteller MSD mit.

Hintergrund der Einschränkung sind vorläufige Daten aus der noch laufenden KEYNOTE-361-Studie. Demnach war die Mortalität bei Patienten mit lokal fortgeschrittenem oder metastasiertem Urothelkarzinom, deren Tumoren das Protein PD-L1 nur schwach exprimierten, höher als unter einer Cisplatin-basierten Chemotherapie. Ein Urothelkarzinom geht vom Epithel der ableitenden Harnwege aus und kann Krebs in der Blase, der Harnröhre, dem Harnleiter oder dem Nierenbecken auslösen. (dh)

Lesen Sie dazu auch

Wirkstoffprofil Pembrolizumab|Keytruda®|86|2015 in unserer Datenbank Neue Arzneistoffe

Rote-Hand-Brief vom 11.07.2018 (externer Link)

Rote-Hand-Brief: Einschränkung für Atezolizumab, Meldung vom 09.07.2018

 

12.07.2018 l PZ

Foto: MSD