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Nahrungsergänzungsmittel: Absatz steigt

Die Deutschen kaufen mehr Nahrungsergänzungsmittel. Das geht aus einer Auswertung des Marktforschungsinstituts IMS Health hervor. Demnach stieg die Nachfrage nach diesen Präparaten 2015 um 11,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Insgesamt wurden im vergangenen Jahr 153 Millionen Packungen im Wert von 1,1 Milliarden Euro abgegeben. 25 Prozent der Frauen und 18 Prozent der Männer in Deutschland nehmen der Auswertung zufolge Nahrungsergänzungsmittel ohne ärztliche Empfehlung ein.

 

Für den Kauf dieser Produkte steuerten Patienten am häufigsten Offizin-Apotheken und Drogeriemärke an, teilte IMS Health mit. Die meisten Packungen (37 Prozent) setzten demnach Vor-Ort-Apotheken ab, gefolgt von Drogerien (35 Prozent). Nur 6 Prozent des Absatzes entfällt auf Versandapotheken. Offizin-Apotheken liegen auch beim Umsatz mit Nahrungsergänzungsmitteln mit 69 Prozent vorne. Drogeriemärkte und Versandapotheken sind hier mit je 12 Prozent dabei.

 

Insgesamt gaben Offizin-Apotheken 2015 rund 65 Millionen Packungen Nahrungsergänzungsmittel ab und erwirtschafteten damit einen Umsatz von 865 Millionen Euro. Die Präparate wurden überwiegend zur Selbstmedikation erworben, nur 24 Prozent der Packungen (28 Prozent des Umsatzes) entfielen auf vom Arzt verordnete Medikamente. Am häufigsten kauften Patienten der Auswertung zufolge Magnesiumpräparate. Sie bescherten den Apotheken 2015 einen Umsatz von 209,3 Millionen Euro, gefolgt von Calciumpräparaten (103,4 Millionen Euro) und Eisenpräparaten (86,3 Millionen Euro). Die meistnachgefragten Produkte waren Magnesium Verla®, Vigantoletten®, Doppelherz Aktiv Magnesium®, Ferro Sanol® und Abtei Magnesium®. (ap)

 

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01.11.2016 l PZ

Foto: Fotolia/Maksim Shebeko