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Diabetes: FDA warnt vor Ketoazidosen unter SGLT-2-Hemmern

 

Neuere Antidiabetika vom Typ der SGLT-2-Hemmer wie Dapagliflozin,Canagliflozin und Empagliflozin können zu einer Ketoazidose führen. Davor warnt jetzt die US-amerikanische Arzneimittelbehörde FDA und kündigt an, den Zusammenhang näher zu untersuchen. Typ-2-Diabetiker, die ein Medikament aus dieser Wirkstoffklasse einnehmen, sollten jedoch schon jetzt auf Anzeichen einer Ketoazidose, einer lebensgefährlichen Übersäuerung des Blutes, achten. Dazu zählen Atembeschwerden, Übelkeit und Erbrechen, Bauchschmerzen, Verwirrung sowie ungewöhnliche Müdigkeit oder Erschöpfung. Bei solchen Symptomen sollten sie ihren Arzt aufsuchen, ihre antidiabetische Medikation jedoch nicht eigenmächtig ändern. Falls sich ein Azidose-Verdacht bestätigt, sollte der eingenommene SGLT-2-Hemmer abgesetzt, Maßnahmen gegen die Übersäuerung ergriffen und der Blutzucker anderweitig kontrolliert werden.

SGLT-2-Inhibitoren hemmen den Natrium-abhängigen Glucose-Co-Transporter (SGLT-2) in den Nieren, was zu einer vermehrten Ausscheidung von Glucose über den Harn führt. Bislang wird in den deutschen Fachinformationen nicht vor einer durch diese Substanzklasse ausgelösten Ketoazidose gewarnt. (dh)

 

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Wirkstoffprofile in unserer Datenbank Neue Arzneistoffe

Canagliflozin (Invokana® / 2014)

Dapagliflozin|Forxiga®|12|2012

Empagliflozin|Jardiance®|12|2014

 

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18.05.2015 l PZ

Foto: Fotolia/psdesign1