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Brokkoli essen gegen Arthrose

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Brokkoli ist nicht nur reich an Vitaminen, er könnte auch dabei helfen, Arthrose vorzubeugen beziehungsweise das Fortschreiten der Erkrankung zu verlangsamen. Laut den Ergebnissen einer Laborstudie verlangsamt das in Brokkoli in großen Mengen enthaltene Isothiocyanat Sulforaphan die Zerstörung von Knorpel in Gelenken, wie britische Forscher im Fachjournal «Arthritis & Rheuma» berichten.

 

Die Forscher um Professor Ian Clark von der University of East Anglia in Norwich untersuchten die Effekte der Substanz an Mäusen sowie an menschlichen Knorpelzellen und Knorpelgewebe von Rindern. Mäuse, die eine Sulforaphan-reiche Ernährung erhielten, zeigten demnach signifikant weniger Knorpelschäden und Arthrose-Symptome als normal ernährte Tiere.

 

Die Wissenschaftler fanden heraus, dass Sulforaphan Enzyme blockiert, die für die Gelenkzerstörung verantwortlich gemacht werden. Zudem scheint die Substanz den Transkriptionsfaktor NF-κB zu hemmen, dessen Aktivierung eine Rolle bei der Entstehung von Entzündungen spielt.

 

Sulforaphan werden schon lange gesundheitsfördernde Effekte nachgesagt. So soll der pflanzliche Stoff antioxidativ, entgiftend und entzündungshemmend wirken. Das Isothiocyanat entsteht bei der enzymatischen Hydrolyse von Senfölglykosiden, die hoch konzentriert in Brokkoli sowie anderen Kreuzblütlergewächsen wie Rosen- oder Weißkohl vorkommen. Frühere Untersuchungen deuten zudem auf günstige Effekte bei der Prävention von Krebserkrankungen und chronischen Entzündungen der Darmschleimhaut hin. (va)

 

doi: 10.1002/art.38133

 

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Sulforaphan: Darmschutz mit Brokkoli, PZ 50/2008

 

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30.08.2013 l PZ

Foto: Fotolia/ExQuisine