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Borderline-Persönlichkeitsstörung
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Zwischen extremen Emotionen

Bei Menschen mit einer Borderline-Persönlichkeitsstörung wandeln sich die Gefühle innerhalb von Minuten von himmelhoch jauchzend bis zu Tode betrübt. Wenn die innere Anspannung zu groß wird, neigen viele Betroffene dazu, sich selbst zu verletzen.
AutorKontaktClara Wildenrath
Datum 11.07.2021  08:00 Uhr

Auch die positiven Seiten sehen

Durch eine störungsspezifische Psychotherapie lernen die meisten Betroffenen, mit der BPS zu leben. Eines ist den meisten Therapeuten aber wichtig: dass die Betroffenen und ihre Angehörigen nicht nur die negativen Aspekte der Erkrankung sehen. Borderliner sind in der Regel sehr sensibel und können sich leicht in die Gedanken und Gefühle anderer Menschen hineinversetzen. Kaum jemand bringt seinem Partner so viel uneingeschränkte Begeisterung entgegen – auch wenn das Zusammenleben manchmal anstrengend ist. Oft sind sie inspirierende Persönlichkeiten, die kompromisslos, intensiv und spontan leben. Langweilig wird es mit ihnen selten.

In einem Selbsthilfebuch für Borderline-Betroffene findet sich folgender Vergleich: Wenn man sich Gefühle als Pferde vorstellt, dann sitzen »normale« Menschen auf einem Ackergaul. Menschen mit einer BPS haben dagegen einen Araberhengst unter sich. Er geht leicht durch, hat ein starkes Temperament und ist nur schwer wieder zu bändigen. Borderliner müssten daher einfach besser reiten lernen.

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