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Levodopa/Carbidopa
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Zulassungsempfehlung für neues Retardpräparat

Die Europäische Arzneimittelagentur (EMA) empfiehlt die Zulassung eines neuen Retardpräparats mit Levodopa/Carbidopa für Patienten mit Parkinson-Krankheit. Es soll die On-Zeiten gegenüber nicht retardierten Formulierungen verlängern.
AutorKontaktAnnette Rößler
Datum 01.07.2026  15:00 Uhr

Hopledo® ist laut Informationen des Herstellers Zambon eine neuartige, orale Formulierung von Levodopa (LD)/Carbidopa (CD) mit modifizierter Freisetzung, die speziell zur Behandlung von Fluktuationen bei Parkinson entwickelt wurde. Gegenüber sofort freisetzenden Formulierungen von LD/CD habe Hopledo zwei Vorteile: eine verlängerte On-Zeit bei gleichzeitig geringerer täglicher Dosierung.

Eingesetzt werden soll Hopledo zur Behandlung erwachsener Patienten mit Parkinson-Krankheit und moderaten bis schweren motorischen Fluktuationen, die mit oralen Behandlungsregimen auf Basis von LD/Dopa-Decarboxylase-Inhibitoren nicht ausreichend stabilisiert sind. Die Wirkung tritt nach der Einnahme der Kapseln schnell ein und hält lange an. Dies wird durch eine spezielle Galenik ermöglicht: Hopledo enthält sowohl Granulate mit sofortiger Freisetzung als auch Pellets mit verzögerter Freisetzung.

Ausschlaggebend für die Zulassungsempfehlung waren die Ergebnisse der Phase-III-Studie RISE-PD, in der Hopledo gegenüber einer sofort freisetzenden LD/CD-Formulierung bei vergleichbarem Sicherheitsprofil die On-Zeiten der Patienten signifikant verlängerte (»JAMA Neurology«, DOI: 10.1001/jamaneurol.2023.2679).

In den USA ist Hopledo (früher IPX203) bereits unter dem Markennamen Crexont® auf dem Markt. In Europa plant der Hersteller, die Zulassung durch die EU-Kommission vorausgesetzt, die schrittweise Markteinführung ab Oktober 2026.

Laut Informationen von Zambon leben in der Europäischen Union mehr als eine Million Menschen mit Parkinson. Mehr als 80 Prozent der Patienten entwickeln im Verlauf der Erkrankung motorische Fluktuationen. Therapeutisch lässt sich dann gegensteuern, indem die Patienten von einer oralen LD/CD-Therapie auf eine parenterale umgestellt werden. Die Arzneistoffe werden dann per Pumpe über eine Jejunalsonde oder auch subkutan verabreicht. Möglicherweise lässt sich dieser Schritt mit der neuen oralen Formulierung weiter hinauszögern.

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