»Das höre ich sehr oft, aber ich habe selbst solche Mütter betreut«, sagt Kathrin Herold. »Es kommt auf die Schnittführung und die Lage des Implantats an. Heute wird es oft unter das Brustdrüsengewebe geschoben.«
Dann ist Stillen meist problemlos möglich. Ob bei dem Eingriff die Milchgänge durchtrennt worden seien, können betroffene Frauen im OP-Bericht nachlesen.
»Dieser Mythos ist falsch und kann für Babys gefährlich werden«, sagt Kathrin Herold. Denn ihre Nieren sind noch gar nicht dafür gemacht, pures Wasser zu verarbeiten. Im schlimmsten Fall kann der Salzhaushalt im Blut gefährlich entgleisen.
Und was ist bei Hitze? Dann muss dem Kind häufiger das Stillen angeboten werden. »Die Muttermilch ist aber perfekt an die jeweiligen Bedürfnisse angepasst«, beruhigt Kathrin Herold. So liefert sie nicht nur ausreichend Nährstoffe, sondern auch genug Flüssigkeit. Erst mit dem Beikoststart sollten Eltern ihren Kindern kleine Mengen Wasser anbieten - zum Ausprobieren und Üben.