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Ärztliches Dispensierrecht
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Zahl der Paxlovid-Auslieferungen verdreifacht

Seit Mitte August dürfen Hausärzte das Covid-19-Therapeutikum Paxlovid direkt an Patienten abgeben. Im Apothekerlager sorgt das für Ärger. Laut Bundesgesundheitsministerium hat sich Zahl der ausgelieferten Paxlovid-Packungen seit Einführung des Dispensierrechts allerdings mehr als verdreifacht.
AutorKontaktBenjamin Rohrer
Datum 22.09.2022  09:00 Uhr

Viel Kritik

Die ABDA hatte vor dem Inkrafttreten der Neuregelung deutlich davor gewarnt, den Ärzten die Abgabe zu erlauben. Auch der Bremer Pharmakologe Professor Bernd Mühlbauer hatte sich entsprechend gegenüber der PZ geäußert und gesagt, er halte die Neureglung für eine »Katastrophe«. »Die Abgabe von Paxlovid aus Arztpraxen halte ich persönlich für den Sündenfall schlechthin«, sagte er. Wenn Ärzte ein bestimmtes Arzneimittel gegen Honorar abgeben dürften, sei das »eine Katastrophe für das Vertrauensverhältnis zwischen Arzt und Patient«, so der Mediziner, der auch dem Vorstand der Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ) angehört.

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