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Nachwuchsmangel

Wie vermittelt man, wie toll die Apotheke ist?

Der Nachwuchsmangel ist in den Apotheken längst spürbar. Die Apotheker wollen gegensteuern und forderten in der Antragsberatung mehr Studienplätze. Ebenso sollen Initiativen  der Berufsorganisationen zur Nachwuchsgewinnung koordiniert werden. Ein entsprechender Ad-hoc-Antrag wurde schließlich jedoch in einen Ausschuss verwiesen.
Brigitte M. Gensthaler
27.09.2019
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In ihrem Ad-hoc-Antrag plädieren Friedrike Bach, Berlin, und Kollegen dafür, »im Rahmen einer Arbeitsgruppe geeignete Maßnahmen zur Nachwuchsförderung und -gewinnung zu ermitteln und diese den Mitgliedsorganisationen zu präsentieren«. Ziel sei es, Synergien zu schaffen und die Kammern in ihrer Nachwuchsarbeit zu unterstützen und deren Austausch zu fördern.

Während mehrere Diskutanten auf bestehende Gremien und Initiativen hinwiesen, sahen andere den Handlungsbedarf an anderer Stelle. Konkret: die Aufforderung an die Politik, mehr Pharmazie-Studienplätze zu schaffen. Dies sei essenziell, um dem Fachkräftemangel zu begegnen. Die Delegierten des Deutschen Apothekertags hatten am Vortag bereits gefordert, dass Krankenhäuser in ganz Deutschland ausreichend viele Krankenhausapotheker beschäftigen müssen. Doch ebenso dringend sei der Nachwuchsbedarf in öffentlichen Apotheken.

Das Studium sexy machen

Dringend nötig sei eine Reform der Approbationsordnung, sagte der bayerische Kammervizepräsident Ulrich Koczian: »Wenn wir mehr pharmazeutischen Nachwuchs brauchen, müssen wir das Studium sexy machen.« Zudem bräuchten die Apotheker honorierte Dienstleistungen und eine bessere Bezahlung.

Aus den vielen Vorschlägen und Anregungen filterte ABDA-Präsident Friedemann Schmidt zwei Kernthemen für eine mögliche Arbeitsgruppe heraus: Koordination der Aktivitäten der Mitgliedsorganisationen und gemeinsame Initiativen zur Erweiterung des Studienplatzangebots. Die Antragstellerin plädierte schließlich selbst dafür, den Antrag in einen Ausschuss zu verweisen.

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