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Neuer Gesundheitsminister
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Wie steht Linnemann zu Apotheken?

Carsten Linnemann (CDU) soll das Amt des Gesundheitsministers von Nina Warken übernehmen. Bisher hat sich der Christdemokrat nur am Rande zu gesundheitspolitischen Themen positioniert. Doch seine früheren Äußerungen zeigen, in welche Richtung sich das Ministerium bewegen könnte.
AutorKontaktLukas Brockfeld
Datum 24.07.2026  14:10 Uhr
Weniger Krankenkassen und Nein zu Cannabis

Weniger Krankenkassen und Nein zu Cannabis

Carsten Linnemann sorgte im April außerdem mit einem Vorstoß zur Gesetzlichen Krankenversicherung für Aufsehen. In einem Interview mit der »Bild« forderte er, die Zahl der Krankenkassen bis 2032 von 93 auf 20 zu senken. Dies soll unter anderem durch eine Mindestzahl von einer Million Versicherten pro Kasse erreicht werden. So könnten die Verwaltungskosten gesenkt werden.

»Damit das System gerecht ist, müssen sich alle beteiligen – auch die Gesetzlichen Krankenkassen«, so der Christdemokrat zur »Bild«. Weniger Krankenkassen bedeuteten effizienteren Wettbewerb, schlanke Verwaltung und weniger Kosten. Linnemann stellte sich mit dem Vorstoß gegen die Finanzkommission Gesundheit, die die Grundlagen des GKV-Spargesetzes erarbeitet hat. Das Expertengremium konnte keinen Spareffekt durch eine Reduzierung der Krankenkassen errechnen.

In seiner Zeit als Oppositionspolitiker kritisierte Linnemann außerdem die von der Ampelkoalition durchgesetzte Cannabis-Teillegalisierung. Diese sei »medizinisch nicht verantwortbar« und ein »schwerer Fehler«. Es erscheint allerdings unwahrscheinlich, dass der künftige Gesundheitsminister ein neues Verbot durchsetzen wird, da entsprechende Vorstöße aus der Union bisher immer am Koalitionspartner SPD gescheitert sind. Außerdem haben die ersten Evaluierungen des Gesetzes gezeigt, dass sich die drastischen Befürchtungen der Legalisierungsgegner bisher kaum bewahrheitet haben.

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