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Evi-News
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Wie steht es um die Evidenz zu Azelastin und Fluticason?

Der aktuelle Evi-News-Newsletter greift OTC-Nasensprays mit Azelastin und Fluticason zur Behandlung der allergischen Rhinitis auf. Insgesamt sei die Evidenz höher für den Einsatz des Kombinationspräparats als für Fluticason allein.
AutorKontaktPZ
Datum 13.05.2026  15:00 Uhr

Die Wirkstoffkombination Azelastin und Fluticasonpropionat zur nasalen Anwendung wurde Anfang 2025 aus der Verschreibungspflicht zu entlassen. Inzwischen befinden sich mehrere OTC-Nasensprays auf dem Markt (etwa NasAllegra®, Snup® Allerg, Lorano® Azelastin/Fluticason Allergiespray bei Heuschnupfen und Duoallerg®).

Für die Anwendung in der Selbstmedikation müssen mehrere Bedingungen erfüllt sein. Die Nasensprays dürfen ausschließlich bei Erwachsenen und zur symptomatischen Behandlung einer mittelschweren bis schweren saisonalen allergischen Rhinitis angewendet werden. Zudem muss eine ärztliche Erstdiagnose vorliegen. Des Weiteren darf die Kombination erst zum Einsatz kommen, wenn Patienten ein Monopräparat mit einem Antihistaminikum oder Glucocorticoid erfolglos oder mit nicht ausreichendem Erfolg angewendet haben.

Für seine Bewertung konzentrierte sich das Evi-News-Team auf eine randomisierte kontrollierte Studie, die 2023 im »Indian Journal of Otolaryngology and Head & Neck Surgery« vorgestellt wurde. Diese verglich die Wirksamkeit eines Nasensprays mit Azelastin und Fluticasonpropionat (140 µg/50 µg) mit der eines Nasensprays mit Fluticasonpropionat allein (50 µg) bei persistierender allergischer Rhinitis. Eingeschlossen waren insgesamt 64 Patienten.

Als primärer Endpunkt war der »Total Symptom Score (TSS)« nach vier Wochen definiert. Der TSS umfasste Symptome wie Niesen, Verstopfung der Nase, Laufen der Nase und Juckreiz der Nase, deren Schwere mittels einer Symptom-Evaluations-Skala der »US health and human services FDA for allergic rhinitis« bestimmt wurde.

Kombination signifikant wirksamer als Fluticason allein

In beiden Gruppen kam es nach vier Wochen zu einer signifikanten Symptomreduktion. In der Interventionsgruppe sank der TSSS von anfänglich 9,39 ± 1,21 auf 2,02 ± 0,83, in der Kontrollgruppe von 9,17 ± 1,27 auf 3,80 ± 1,49. Damit war die Symptomreduktion in der Interventionsgruppe signifikant stärker als in der Kontrollgruppe (p = 0,0015). Bezogen auf die einzelnen Symptome war die Verbesserung von laufender Nase (p = 0,0243) sowie von Juckreiz der Nase (p = 0,0235) in der Interventionsgruppe signifikant stärker als in der Kontrollgruppe.

Mit der Kombination aus Azelastin und Fluticason könne eine stärkere subjektive Symptomreduktion erreicht werden als mit Fluticason allein, lautet das Fazit der Evi-News-Autoren. Zwar sei die Evidenz aus der Studie niedrig, jedoch gäben Aktualisierungen der ARIA-Leitlinie einen Hinweis auf eine insgesamt höhere Evidenz für den Einsatz des Kombinationspräparats.

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