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Neue Forschungsergebnisse
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Wie Sperma die Aufnahme von Mpox-Viren fördert

Die Viruserkrankung Mpox wird bei engem Körperkontakt übertragen. Expertinnen haben untersucht, welche Rolle Samenflüssigkeit dabei spielt. Daraus ergibt sich auch ein Ansatzpunkt für neue Medikamente.
AutorKontaktdpa
AutorKontaktPZ
Datum 01.09.2026  14:30 Uhr
Wie Sperma die Aufnahme von Mpox-Viren fördert

Spermien begünstigen nach Erkenntnissen eines Frankfurter Forschungsteams eine Infektion mit Mpox. »Unsere Ergebnisse liefern eine Erklärung dafür, warum sexuelle Kontakte ein besonders hohes Übertragungsrisiko bergen«, sagte die Doktorandin Emma Torbica, die die Experimente durchgeführt hat. »So kann Samenflüssigkeit die Infektion fördern, wenn sie zum Beispiel mit analen oder genitalen Schleimhäuten in Kontakt kommt, wo sich bereits Pocken gebildet haben, die noch nicht bemerkt wurden.« Die Ergebnisse erschienen jetzt im Fachjournal »Emerging Microbes & Infections«.

Mpox wird überwiegend von Tieren auf Menschen übertragen, die neueren Varianten können aber auch von Mensch zu Mensch weitergegeben werden. Die Krankheit verläuft laut den Wissenschaftlerinnen meist mild mit eher unspezifischen Symptomen. »Erst im weiteren Verlauf zeigen sich die typischen Pocken auf der Haut«, hieß es. »Mit dem Auftreten der ersten Symptome sind die Infizierten ansteckend, es braucht zur Übertragung allerdings einen engen Körperkontakt, etwa wenn eine Mutter ihr Kind umarmt oder durch sexuelle Kontakte.«

Peptidfragmente im Sperma erleichtern das Andocken an menschliche Zellen

Das Forschungsteam von der Goethe-Universität und der Universitätsmedizin Frankfurt hat untersucht, welche Faktoren eine Ausbreitung begünstigen können. Dazu infizierten die Expertinnen Bindegewebszellen und Oberhautzellen mit Mpox-Viren. »Waren die Viren zuvor mit Samenflüssigkeit vermischt worden, förderte dies die Aufnahme des Erregers in die Zellen«, hieß es in der Mitteilung. Ursache sind demnach natürlich vorkommende Eiweißbruchstücke in der Samenflüssigkeit, die Fasern bilden und dadurch dem Mpox-Virus das Andocken an menschliche Zellen erleichtern.

Die Ergebnisse seien für die medizinische Praxis wichtig, sagte Studienleiterin Denisa Bojkova. Ein experimenteller Wirkstoff mit dem Kürzel CLR01 konnte die Strukturen stören und das Virus zusätzlich direkt hemmen. »Langfristig könnte dies neue Ansätze zur Prävention eröffnen.«

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