Aus den Tragödien in der Vergangenheit wurden Lehren gezogen und strikte Anforderungen an die Marktzulassung und das Verbleiben von Arzneimitteln auf dem Markt festgelegt, damit den Patienten sichere Medikamente mit dem größtmöglichen Nutzen bei vertretbarem Risiko zur Verfügung stehen.
Bei der Zulassung eines Arzneimittels und nach Markteinführung wird regelmäßig das Nutzen-Risiko-Verhältnis geprüft; bei Änderungen werden gegebenenfalls zeitnah Maßnahmen ergriffen. Dieses Verhältnis soll künftig schon in der klinischen Entwicklung bewertet und auch die Perspektive des Patienten noch stärker berücksichtigt werden, um Arzneimittel zu entwickeln, die die Bedürfnisse der Patienten stärker in den Fokus rücken.
Bettina Wick-Urban studierte Pharmazie an der Albert-Ludwigs-Universität in Freiburg. Nach ihrer Promotion in Basel und Freiburg mit einer molekularbiologischen Arbeit im Bereich der experimentellen Onkologie arbeitete sie zunächst als Referentin bei der Arzneimittelinformationsstelle der ABDA. Danach wechselte sie in die pharmazeutische Industrie, wo sie seitdem in verschiedenen Positionen in der klinischen Forschung, Arzneimittelsicherheit und Medizin tätig ist, davon zwei Jahre in den USA. Zwischenzeitlich schloss sie ein Journalismus-Studium ab.