Wie beeinflusst Macht unser eigenes Denken, Fühlen und Handeln? Darüber referierte Professorin Lioba Werth bei der 18. Vortragsveranstaltung der Apothekerstiftung Westfalen-Lippe. / © AKWL/Schmees
Rund 140 Gäste waren am vergangenen Samstag in den Erbdrostenhof in der westfälischen Stadt gekommen, um zu erfahren, wie Macht das Denken, Fühlen und Handeln von Menschen beeinflusst. Wie die Organisations- und Wirtschaftspsychologin Professor Lioba Werth in ihrem Vortrag deutlich machte, spielt Macht nicht nur in Politik oder Wirtschaft eine Rolle, sondern in nahezu allen zwischenmenschlichen Beziehungen. Wer Macht ausübe, laufe Gefahr, sich selbst zu überschätzen, weniger empathisch zu handeln oder kritische Stimmen aus dem eigenen Umfeld zu verlieren.
Gleichzeitig betonte Werth, dass Macht nicht zwangsläufig negativ sei. Entscheidend sei, wie Verantwortungs- und Führungsträger mit ihr umgingen. Selbstreflexion, ehrliches Feedback und die Bereitschaft, Macht zur Gestaltung statt zur Dominanz einzusetzen, könnten helfen, typische Machtfallen zu vermeiden.
Zu Beginn der Veranstaltung blickte Christiane Römhild, stellvertretende Vorsitzende der Apothekerstiftung Westfalen-Lippe, auf zwei Jahrzehnte Stiftungsarbeit zurück. Anlass war das 20-jährige Bestehen der Stiftung. Professor Klaus Langer vom Institut für Pharmazeutische Technologie und Biopharmazie der Universität Münster würdigte in seinem Grußwort die Rolle der Stiftung für Forschung, Lehre und Nachwuchsförderung. Die Stiftung schaffe Freiräume für junge Menschen und Wissenschaftler, um neue Ideen zu entwickeln und neue Wege zu gehen.