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Akne inversa
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Povorcitinib zur Zulassung empfohlen

Der Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) hat die Zulassung von Povorcitinib zur Behandlung der Akne inversa empfohlen. Damit steht bald eine Alternative zu TNFα-Inhibitoren zur Verfügung.
AutorKontaktLina Müller
Datum 21.09.2026  12:00 Uhr

Der Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) der Europäischen Arzneimittel-Agentur EMA hat die Zulassung von Povorcitinib (Povofortay® von Incyte Biosciences) empfohlen. Das oral einzunehmende Medikament dient der Behandlung der mittelschweren bis schweren Hidradenitis suppurativa – auch als Akne inversa bezeichnet. Die chronisch entzündliche Hauterkrankung führt zu schmerzhaften Hautknötchen, Abszessen, eiternden Gängen und Narbenbildung. Dabei sind die Hautfalten des Körpers besonders betroffen.

Für die Behandlung schwerer Fälle nutzt man bislang unter anderem TNFα-Inhibitoren wie Adalimumab. Povorcitinib bietet eine oral bioverfügbare Alternative für Patienten, die auf ein Biologikum nicht ansprechen oder es nicht vertragen. Der Arzneistoff ist ein selektiver JAK1-Inhibitor. Januskinasen (JAK) sind mit Zytokin-Rezeptoren assoziiert. Durch die Bindung eines Zytokins am Rezeptor wird ein Signalweg ausgelöst, der schließlich zur Transkription proinflammatorischer Gene führt. Die Hemmung dieses Signalwegs wird daher bei Entzündungen und Autoimmunerkrankungen genutzt.

An den zwei Phase-III-Studien STOP-HS1 und STOP-HS2 nahmen 608 beziehungsweise 619 Patienten teil. Nach zwölf Wochen wurde in beiden Studien eine signifikante Verbesserung des HiSCR50-Scores bei Patienten festgestellt, die zuvor TNFα-Inhibitoren erhielten. Das entspricht einer mindestens 50-prozentigen Verbesserung der Symptomatik in Bezug auf die Gesamtzahl der Abszesse und entzündlichen Knoten, ohne eine Zunahme von Abszessen oder Fistelgängen.

Einen HiSCR50 erlangten in der STOP-HS1-Studie 40 Prozent der Teilnehmenden bei 45 mg, 41 Prozent bei 75 mg und 30 Prozent unter Placebo. In der STOP-HS2-Studie waren die Ergebnisse ähnlich: 42 Prozent (45 mg), 42 Prozent (75 mg) und 29 Prozent (Placebo). Nach zwölf Wochen erhielt die Placebo-Gruppe ebenfalls Povorcitinib.

Die Sicherheit von Povorcitinib erwies sich als günstig. Die häufigsten Nebenwirkungen waren Infektionen der oberen Atemwege, Follikulitis, Harnwegsinfektionen, Hyperlipidämie, Kopfschmerzen, Akne und erhöhte Kreatinphosphokinase-Werte im Blut. Povofortay® soll als filmbeschichtete Tablette mit 45 mg und 75 mg auf den Markt kommen.

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