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Reservoir
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Wie HIV im Verborgenen überlebt

Auch mit einer wirksamen antiretroviralen Therapie (ART) lässt sich eine HIV-Infektion nicht kurieren. Das liegt daran, dass das Virus in langlebigen, klonal expandierten CD4⁺-T-Zellen überdauert und ein sogenanntes Reservoir bildet. Ein Forscherteam aus den USA und Kanada konnte das jetzt zeigen.
AutorKontaktTheo Dingermann
Datum 26.02.2026  15:00 Uhr

Das zentrale Bild

Die Forschenden zeichnen mit dieser Arbeit ein differenziertes Porträt von HIV-Reservoirklonen, das gekennzeichnet ist durch

  • eine langfristige stabile klonale Expansion,
  • funktionelle Differenzierung der Klone, sowohl zytotoxisch als auch regulatorisch,
  • seltene, dynamische Expressionsphasen,
  • Fähigkeit zur Proliferation trotz Latenz und
  • eine teilweise zellintrinsische Resistenz gegenüber einer Immunelimination.

Demnach persistiert HIV nicht nur wegen einer Latenz, sondern auch wegen der besonderen biologischen Eigenschaften der Wirtszellen, die das Virus tragen. Für künftige Interventionsstrategien bedeutet das, dass ein Augenmerk nicht nur auf das Virus, sondern auch auf die zellulären Überlebensprogramme der Reservoirklone gelegt werden sollte.

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