In hohen Mengen kann Koffein Nervosität, Schlaflosigkeit, Schweißausbrüche und Herzrasen verursachen. Bei einem übermäßigen Koffeinkonsum über einen längeren Zeitraum drohen Herz-Kreislauf-Probleme. Bis es so weit kommt, muss ein Mensch aber beispielsweise 25 Tassen Kaffee am Tag trinken.
Anders ist das Risiko bei hochkonzentrierten Koffeinpulvern, bei denen Nutzer die Menge meist selbst abmessen. 0,2 Gramm Pulver, also grob eine Messerspitze, entsprechen 0,2 Gramm Koffein. Wer dann irrtümlicherweise ein oder zwei Teelöffel Pulver einnimmt, riskiert eine lebensbedrohliche Vergiftung.
Eine Metaanalyse verschiedener Studien von 2017 zeigte, dass ein moderater Kaffeekonsum (drei bis vier Tassen pro Tag) wohl mit einem verringerten Risiko für die Gesamtsterblichkeit (17 Prozent niedriger als bei Nichttrinkern), die kardiovaskuläre Sterblichkeit (19 Prozent niedriger) sowie kardiovaskuläre Erkrankungen (15 Prozent niedriger) assoziiert ist. Eine Übersichtsarbeit aus 2013 deutet eine verringerte Inzidenz von Typ-2-Diabetes, Bluthochdruck, Adipositas, Depression und neurodegenerativen Erkrankungen an.
Auch das Thema Krebs und Kaffee wird immer wieder diskutiert. Die aktuelle Datenlage spricht nach Angaben des Deutschen Krebsforschungszentrums dafür, dass Kaffee – entgegen vieler Behauptungen – keinen Krebs verursacht. Kann das Getränk davor schützen? Forschende wissen bislang nur, dass Kaffee nachweislich das Risiko für Leberkrebs und Gebärmutterkrebs senkt. Dieser schützende Effekt hängt allerdings von der täglichen Kaffeemenge ab. Bei Leberkrebs sind das beispielsweise mindestens drei Tassen Kaffee pro Tag. Ob Kaffee generell das Krebsrisiko senkt, ist unklar.