Kaffee ist der Deutschen liebstes Heißgetränk.. In Maßen genossen kann er gesundheitsfördernde Eigenschaften haben. / © Adobe Stock/Danijela
Trotz gestiegener Preise genießt jeder Bundesbürger im statistischen Mittel rund 164 Liter Kaffee pro Jahr. Das sind nach Berechnungen des Deutschen Kaffeeverbandes 17 Liter mehr als vor 20 Jahren. Ursprünglich stammt Kaffee aus dem äthiopischen Hochland und hat über die Arabische Halbinsel seinen Siegeszug um die Welt angetreten.
Der Tag des Koffeins wird seit 2021 am 8. Februar gefeiert, zu Ehren des deutschen Chemikers Friedlieb Ferdinand Runge, der 1794 geboren wurde. Er gilt als der Entdecker des Koffeins, das er erstmals 1819 isolierte. Die Substanz ist auch in anderen Lebensmitteln wie Tee oder Schokolade enthalten. Doch was ist Koffein und wie wirkt sich die tägliche Dosis Genuss auf die Gesundheit aus?
Koffein ist ein Alkaloid, also eine natürliche stickstoffhaltige organische Verbindung. Sie lässt sich auch industriell herstellen. Die Substanz gelangt in größeren Mengen meist über koffeinhaltige Getränke wie Kaffee, Tee und sogar Kakao in den Körper. Zahlreichen Lebensmitteln wird nach Angaben des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) aber auch Koffein zugesetzt – etwa Backwaren, Eis, Süßigkeiten, Cola und Energydrinks.
Daneben gibt es Nahrungsergänzungsmittel mit konzentriertem Koffein auf dem Markt. Koffeinhaltige Lebensmittel können das Herz-Kreislauf-System und das zentrale Nervensystem in Schwung bringen. Damit erhöhen sich die Konzentrationsfähigkeit und auch die körperliche Leistungsfähigkeit.
Das kommt darauf an. Koffein blockiert einen Teil der Andockstellen für den Botenstoff Adenosin im Gehirn. Normalerweise gibt Adenosin das folgende Signal an den Körper: Du hast dich angestrengt, mach mal Pause. Dockt aber stattdessen Koffein an viele dieser Rezeptoren an und blockiert sie, kommt die Müdigkeitsbotschaft nicht mehr an.
Doch das ist nicht in Stein gemeißelt: Am Forschungszentrum Jülich haben Wissenschaftler herausgefunden, dass die anregende Wirkung des Koffeins nur dann einsetzt, wenn Menschen vorher ein Schlafdefizit hatten. Und auch dann: Unendlich lässt sich Koffein-Doping nicht fortsetzen. Eine Studie des Walter Reed Army Instituts in den USA sieht die Grenze bei vier Tagen Schlafentzug. Danach verpuffte die Wirkung des Wachmachers.