Pharmazeutische Zeitung online
ABDA-IT-Experte im Interview

Wie geht es weiter mit dem Apothekenportal des DAV?

PZ: Sollen über das Apothekenportal langfristig auch Dienstleistungen und Angebote anderer Anbieter aus dem Markt möglich sein?

Friedrich: Ja, definitiv. Wir machen mit dem Portal auch ein Angebot an Dritte. Wichtig ist dabei natürlich, dass die Angebote im Interesse unseres Berufsstands sind. Hierzu müssen allerdings noch entsprechende Schnittstellen entwickelt werden. Außerdem zeigt dieser Aspekt, dass die Beteiligung möglichst aller Apothekeninhaber in Deutschland am Portal wichtig ist. Denn klar ist: Je mehr Apotheken beteiligt sind, desto interessanter wird unser Portal für externe Anbieter.

PZ: Zurück zum Kundenportal. Nicht alle Apotheker haben verstanden, dass sie von Anfang an auf eine webbasierte App setzen, die die Nutzer nur über einen Handy-Browser aufrufen können. Der absolute Großteil der Handy-Anwendungen ist »nativ« gebaut, also gewissermaßen als kleines Programm, das aus den gängigen App-Stores geladen werden muss. Geht das Angebot nicht etwas an der Realität der Nutzer vorbei?

Friedrich: Im Moment mag das für den Laien so erscheinen. Der Trend geht jedoch seit einiger Zeit in eine andere Richtung. Immer mehr Großkonzerne setzen mittlerweile auf Web-Apps. Für uns ist wichtig, dass wir uns unabhängig von den großen App-Stores machen wollen. Bei nativen Apps muss zudem für jedes Update die App auf dem Handy durch den Nutzer selbst aktualisiert werden. Wir können jedoch Aktualisierungen unserer Portale schnell und problemlos an die Nutzer ausrollen. Und vom Handling her sehe ich keine Unterschiede. Die Kunden laden sich einmal einen Link auf ihr Smartphone oder Tablet, der dann wie eine App auf dem Display erscheint – die einzige App mit dem roten Apotheken-A.

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