Beck verweist auf die HALT-Regel: Man sollte nicht hungrig (hungry), wütend (angry), einsam (lonely) oder müde (tired) entscheiden. Denn in solchen Situationen sei das Gehirn eingeschränkt und greife auf kurzfristige Impulse zurück, die gegen Hunger, Müdigkeit & Co. wirkten, statt auf komplexe Dinge angemessen zu reagieren.
Die praktische Konsequenz: lieber nach dem Essen entscheiden als davor. Eine Nacht darüber schlafen. Im Zweifel jemanden fragen. »Intuition funktioniert nur in den Bereichen gut, in denen man viel Erfahrung hat«, sagt Gigerenzer. Wer seinem Bauchgefühl mehr vertrauen möchte, sollte vergangene Entscheidungen gezielt reflektieren: Wann lag die Intuition richtig – und wann nicht? Der Psychologe empfiehlt ein Intuitionstagebuch: Situationen notieren, in denen ein Bauchgefühl spürbar war, und festhalten, was daraus wurde.