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Ebola-Ausbruch
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WHO-Chef fordert mehr Kooperation im Kongo

Der Chef der UN-Gesundheitsorganisation besucht das Zentrum des Ebola-Ausbruchs. Er mahnt eine engere Kooperation zwischen Hilfsakteuren an. Und er fordert Respekt vor der lokalen Bevölkerung.
AutorKontaktdpa
AutorKontaktPZ
Datum 01.06.2026  11:25 Uhr

Im Kampf gegen den Ebola-Ausbruch in der Demokratischen Republik Kongo ist aus Sicht der Weltgesundheitsorganisation (WHO) eine bessere Koordination zwischen allen humanitären und Gesundheitsakteuren nötig. Das schrieb WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus während seines Besuchs in der am stärksten betroffenen Provinz Ituri auf der Plattform X.

Es sei außerdem wichtig, auf die Bevölkerung zu hören und sie zu unterstützen, betonte Tedros. »Die lokale Bevölkerung ist am besten dazu in der Lage, ihre Bedürfnisse auszudrücken und wirksame Lösungen zur Eindämmung des Ausbruchs zu identifizieren«, schrieb der WHO-Chef.

Skepsis in der Bevölkerung

Die Menschen im Gebiet des aktuellen Ausbruchs im Ostkongo scheuen manche Präventionsmaßnahmen. Isolation, Trennung von den Angehörigen und die speziellen Sicherheitsmaßnahmen für die Beisetzung verstorbener Ebola-Patienten stehen im starken Gegensatz zu den dort üblichen sozialen Normen im Krankheits- oder Todesfall. Hilfsorganisationen haben auch damit zu kämpfen, dass viele Menschen in Ituri Ebola für einen Mythos halten. 

Neben diesen gesellschaftlichen Herausforderungen erschweren auch mangelnde medizinische Ressourcen die Bekämpfung des Ausbruchs. Der Nachweis von Ebola-Infektionen ist kompliziert und vielerorts fehlt die notwendige Ausstattung. Das Medikamentenhilfswerk action medeor hat bereits 20.000 Euro Soforthilfe freigegeben, um medizinisches Personal im Kongo mit Schutzausrüstung auszustatten. Weitere Hilfsgüter werden derzeit im niederrheinischen Tönisvorst gepackt.

Nach Angaben der kongolesischen Regierung wurden seit Beginn des Ausbruchs mehr als 1.000 Verdachtsfälle gemeldet, von denen rund 250 Erkrankte verstorben sind. Der Kinderschutzorganisation Save the Children zufolge ist jedes vierte Ebola-Opfer im Kongo ein Kind. Aus dem benachbarten Uganda sind nach Angaben der WHO neun bestätigte Fälle gemeldet worden. Eine der Infektionen endete bislang tödlich.

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