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AHD und GEHE

Weniger Standorte mit weniger Mitarbeitern

Auf die Ankündigung von Gehe und AHD, insgesamt elf der 42 Niederlassungen zu schließen, hatte sich auch die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (Verdi) zu Wort gemeldet. Gemeinsam mit den Betriebsräten fordert sie nun eine Beschäftigungs- und Standortgarantie für die Mitarbeiter. Darüber hinaus solle jeder der rund 400 Beschäftigten, die vom Personalabbau betroffen sind, ein Angebot zur Weiterbeschäftigung in der Nachbarniederlassung bekommen, heißt es.

Verdi kritisiert die Umstrukturierung als »reines Abbau- und Verschlankungsprogramm ohne strategischen Sinn«. Siegmar Roder, der bei Verdi auf Bundesebene für den Pharma-Großhandel zuständig ist, ist der Ansicht: »Extreme Rabattschlachten haben die Gewinne der Unternehmen seit Jahren nahe Null schmelzen lassen. Diese Managementfehler sollen nun mit der Abrissbirne gegen die Beschäftigten verschleiert werden.« Ein Sachverständiger wird nach Angaben der Gewerkschaft nun jede einzelne Planung des Gemeinschaftsunternehmens auf seine Sinnhaftigkeit prüfen.

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Hinweis der Redaktion: Die Information, dass Verdi sich kritisch zu den geplanten Schließungen äußerte, wurde nachträglich am 8. April hinzugefügt.

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