Pharmazeutische Zeitung online Avoxa
whatsApp instagram facebook bluesky linkedin xign

Auswertung der KKH
-
Weniger Heranwachsende erhalten Psychopharmaka

Von Angststörungen über Depressionen bis hin zu Essstörungen – auch Kinder und Jugendliche können psychisch erkranken. Nach einem Höchststand während der Coronapandemie erhalten sie nun wieder weniger Psychopharmaka.
AutorKontaktLina Müller
Datum 09.10.2026  16:20 Uhr

Nutzen und Risiken abwägen

Für Eltern kann die Entscheidung für oder gegen eine medikamentöse Therapie ihres Kindes schwerfallen: Sie wünschen dem Kind, dass es ihm schnellstmöglich besser geht. Allerdings sind die Wartezeiten für einen Platz in der Psychotherapie lang. »Ob eine medikamentöse Behandlung sinnvoll ist, sollte immer individuell entschieden werden«, so Seißelberg. »Wie bei allen wirksamen Arzneimitteln können auch bei Psychopharmaka Nebenwirkungen auftreten.«

Nebenwirkungen können von Müdigkeit und Gewichtszunahme bis hin zu Herzrhythmusstörungen reichen. Einzelne Antidepressiva können die Suizidalität zu Beginn der Therapie verstärken. Eine sorgfältige Aufklärung, regelmäßige Verlaufskontrollen und eine engmaschige ärztliche Begleitung sind daher äußerst wichtig.

Mehr von Avoxa