| Daniela Hüttemann |
| 24.02.2021 12:30 Uhr |
»Eine mechanische Beatmung sollte nicht zu früh erfolgen«, erklärte Intensivmediziner Kluge. Sie sollte der letzte Schritt sein, auch da die Patienten dafür ins künstliche Koma versetzt werden müssen. Besser sei es, wenn eine Sauerstoffzufuhr nötig sei, es zuerst mit einer Sauerstoffmaske oder Nasensonde zu versuchen.
Laut Leitlinie ist das Ziel, eine Sauerstoffsättigung (SpO2) von mindestens 90 Prozent zu erreichen (bei COPD-Patienten über 88 Prozent) beziehungsweise ein Sauerstoffpartialdruck (PaO2) von über 55 mmHg. »Wir schlagen vor, bei Patienten mit Covid-19 und hypoxämischer respiratorischer Insuffizienz (PaO2/FiO2 = 100-300 mmHg) unter kontinuierlichem Monitoring und ständiger Intubationsbereitschaft einen Therapieversuch mit High-Flow-Sauerstofftherapie (HFNC) oder CPAP/nicht-invasiver Beatmung durchzuführen«, so die Leitlinienautoren.
Bei schwer hypoxämischen Covid-19 Patienten sind aber auch die invasive Beatmung bei wiederholter Bauchlagerung wichtige Elemente der Behandlung.
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