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Hirnhautentzündung
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Was tun bei Meningitis-Verdacht?

Man muss bei Fieber und Kopfschmerzen nicht immer mit dem Schlimmsten rechnen. Bei bestimmten zusätzlichen Symptomen sollte man jedoch an eine Meningitis denken und schnellstmöglich ins Krankenhaus.
AutorKontaktdpa
AutorKontaktPZ
Datum 19.03.2026  15:30 Uhr

Welche Impfungen gibt es?

Gegen einige Meningitis-Erreger gibt es Impfungen, die einer Hirnhautentzündung vorbeugen, darunter gegen Pneumokokken, Masern, Mumps und Windpocken. Sie sind in Deutschland Bestandteil der Kinderschutzimpfungen, die von der Ständigen Impfkommission (STIKO) empfohlen werden.

Erst seit Kurzem empfiehlt die STIKO eine Impfung gegen die Meningokokken-Untergruppen A, C, W und Y für Jugendliche zwischen 12 und 14 Jahren; ein entsprechender Beschluss des Gemeinsamen Bundesausschusses ist jüngst in Kraft getreten. Da Jugendliche und junge Erwachsene mit einer Besiedelung von bis zu 20 Prozent als Hauptträger gelten, soll die Impfung dieser Altersgruppe neben dem individuellen Schutz auch zu indirekten Effekten in allen Altersgruppen führen, so das RKI.

Die jahrelange Standardimpfung gegen Meningokokken C im Alter von etwa einem Jahr wurde dagegen gestrichen.

Für alle Säuglinge ab zwei Monaten gilt seit Januar 2024 die Empfehlung zur Standardimpfung gegen Meningokokken B. Ein Impfstoff (Bexsero®) ist seit 2013 verfügbar. Zugelassen ist er auch zur Verimpfung bei Erwachsenen.

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