| Alexander Müller |
| 09.06.2026 15:30 Uhr |
Deutschland habe ein sehr teures Gesundheitssystem, mit dem trotzdem viele nicht glücklich seien, so der Finanzminister. Und deswegen habe sich die Regierung auf Strukturreformen verständigt. Er werde aber darauf achten, dass nicht nur die Versicherten belastet werden, versprach Klingbeil. »Ich habe sehr viel Wert darauf gelegt, dass auch andere, zum Beispiel die Pharmaindustrie, die Apotheken, die Ärzte, dass alle ihren Teil dazu beitragen im Rahmen gerechter Reformen.«
Mit dem GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz soll unter anderem der Kassenabschlag der Apotheken zum Jahreswechsel von derzeit 1,77 auf 2,07 Euro erhöht werden. Damit werden die Apotheken mit etwa 170 Millionen Euro netto jährlich belastet, und der zweite Schritt der Honorarerhöhung ab 2027 verpufft größtenteils. Das Gesetz soll in dieser Woche zum ersten Mal im Bundestag besprochen werden.
Was Sadeghi betrifft, so will er vielleicht einen neuen Anlauf nehmen. Denn da er mit seiner Frage nicht drangekommen ist, dürfte er sich für die nächste Arena-Ausgabe im Oktober wieder bewerben. Und er lädt alle Kolleginnen und Kollegen ein, es ihm gleichzutun, damit die Apothekenteams ihre Fragen mit ein klein bisschen Glück direkt an die Politiker stellen können.