Die Teilnahme am Mammografie-Screening hilft, Brustkrebs frühzeitig zu erkennen, und senkt das Risiko, daran zu versterben. / © Getty Images/peakSTOCK
Ein Knoten in der Brust? Schnell dreht sich das Sorgenkarussell: Wächst da ein bösartiger Tumor? Zwar steckt längst nicht hinter jeder Veränderung Krebs. Dennoch machen Frauen bei Auffälligkeiten lieber zeitnah einen Termin beim Gynäkologen oder bei der Gynäkologin aus.
Denn wie bei jeder anderen Krebsart gilt auch hier: Je früher man einem bösartigen Tumor in der Brust auf die Spur gekommen ist, desto besser stehen die Chancen auf eine erfolgreiche Behandlung. Welche Früherkennungsangebote es gibt – und wie Frauen selbst aktiv werden können.
Zwei Früherkennungsuntersuchungen für Brustkrebs werden von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen:
Ergänzend zu den Früherkennungsuntersuchungen hilft regelmäßiges Selbstabtasten, um Veränderungen früh zu entdecken. Der Berufsverband der Frauenärztinnen und Frauenärzte (BVF) verrät, wie man vorgeht:
Für gute Lichtverhältnisse sorgen und die Brust zunächst aufmerksam im Spiegel ansehen. Haben sich Form oder Größe verändert? Verformt sich eine Brust anders als die andere, wenn ich einen Arm hebe?
Auch die Haut genau anschauen: Zieht sie sich an einer Stelle nach innen? Gibt es Schwellungen oder erinnert das Aussehen an eine Orange? Schuppt sie sich?
Abtasten: Bemerke ich neue oder ungewöhnliche Verhärtungen oder Knoten in der Brust, vielleicht sogar begleitet von Schmerzen? Auch die Achselhöhlen sollte man checken.
Das Alter an sich, eine frühe erste Menstruation, eine späte Menopause, Übergewicht oder häufiger Alkoholkonsum: All das erhöht das Risiko, eines Tages Brustkrebs zu bekommen. Auch die Genetik kann eine Rolle spielen: Etwa fünf bis zehn Prozent der Brustkrebserkrankungen gehen auf Mutationen in bestimmten Genen – BRCA 1 oder BRCA 2 – zurück, so die Deutsche Krebshilfe.
»Gibt es in der eigenen Familie viele Brustkrebserkrankungen oder einen Fall mit auffällig jungem Erkrankungsalter, kann das ein Hinweis darauf sein, dass man selbst eine Mutation in einem Risikogen für Brustkrebs in sich trägt«, sagt Prof. Rita Schmutzler, Präsidentin der Deutschen Krebshilfe. Dann ist es sinnvoll, sich in einem Zentrum für familiären Brustkrebs beraten – und gegebenenfalls auf so eine Mutation hin testen – zu lassen.
Brustkrebs ist mit zuletzt 75.000 Neuerkrankungen pro Jahr die häufigste Krebserkrankung bei Frauen in Deutschland. Die rosa Schleife steht weltweit als Zeichen für mehr Bewusstsein und Solidarität mit den Betroffenen. Der Monat Oktober (»Pinktober«) ist weltweit der Aufklärung, Prävention und Früherkennung von Brustkrebs gewidmet.