| Ev Tebroke |
| 20.08.2026 15:00 Uhr |
Erfahrungsgemäß haben sich die Verhandlungen zwischen DAV und GKV-Spitzenverband in der Vergangenheit als extrem zäh und schwierig gestaltet. Meist konnten sich die Parteien nicht einigen, sodass die Schiedsstelle einen Kompromiss festgelegt hat. Die vielen neuen Verhandlungspunkte kommen zu den bereits bestehenden hinzu. Und auch dies sind einige. Das Thema Hilfstaxe und Stoff- sowie Arbeitspreise für parenterale Zubereitungen ist bereits im Schiedsstellenverfahren. Ebenso das Thema Substitution von Arzneimitteln.
Auch die Vergütungen der bereits etablierten fünf pDL müssen neu verhandelt werden. Die im Jahr 2022 verfügten Preise, die damals ebenfalls die Schiedsstelle festlegen musste, hatte der DAV gekündigt. Da es keine Einigung gibt, steht auch jetzt wieder eine Schiedsstellenentscheidung an, wie Dittrich erklärte. Angesichts dieser zähen Entwicklungen blickt Dittrich mit Sorge auf das, was kommt. Er war als DAV-Vorsitzender lange Zeit selbst maßgeblich an Verhandlungen beteiligt. »Das ist eine ganze Latte an Verhandlungen. Das ist echt schwierig.«
Grundsätzlich blickt der SAV-Vorsitzende aber optimistisch in die Zukunft. In der Apothekenreform sieht er viele Chancen für den Berufsstand. Und mit dem neuen Großverband, dem MAV, für dessen Gründung die Mitgliederversammlung dann am 19. August in Leipzig mit ihrem Votum den Weg frei machte, sieht Dittrich auch auf regionaler Ebene die Berufspolitik gut aufgestellt.