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Schweizer Studie
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Warum steigt der Frauenanteil in Apotheken weiter?

Führt der hohe Frauenanteil in Apotheken dazu, dass Männer den Beruf meiden? Einer entsprechenden Theorie aus der Genderforschung ist die Universität Zürich nachgegangen und hat herausgefunden, dass der Geschlechteranteil das Berufsbild mitprägt und die Berufswahl beeinflusst.
AutorKontaktCornelia Dölger
Datum 25.01.2023  15:00 Uhr

Durchmischung unwahrscheinlicher

Bewusst oder unbewusst sträuben sich demnach Männer (und auch Frauen) gegen Berufe, die vom jeweils anderen Geschlecht dominiert werden, resümiert Block. Eine Durchmischung wird damit immer unwahrscheinlicher, Berufsbilder verfestigen sich – und das eben nicht nur aufgrund spezifischer Merkmale, sondern auch aufgrund des Geschlechteranteils. »Die Wahrnehmung von Berufen ist möglicherweise also auch eine Konsequenz der Geschlechterzusammensetzung statt nur ihre Ursache.«

In Apotheken dürfte sich die Frauendominanz nach dieser Theorie noch verstärken, denn auch im Pharmaziestudium stellen Frauen fast zwei Drittel der Studierenden (2021: 65,4 Prozent laut Statista). Der überwiegende Teil der Frauen in der Apotheke arbeitet zudem in Teilzeit – ein Arbeitszeitmodell, das nach wie vor eher Frauen bevorzugen als Männer.

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