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Verschwörungstheorien
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Warum es keine Morgellons auf Teststäbchen gibt

Scheinbar zappeln wurmartige Gebilde über Corona-Teststäbchen unter dem Mikroskop. Die Verschwörungsgemeinde ist sich sicher: Das sind Morgellons, die sich unter der Haut einnisten können. Doch es ist natürlich ganz anders.
AutorKontaktdpa
Datum 31.03.2021  11:30 Uhr

Keine Falschinformationen weiterverbreiten

Was auf den Videos und Bildern über Masken und Teststäbchen zappelt, sind also ziemlich sicher keine parasitären Morgellons. Auch keine »Nanoroboter«, die uns heimlich implantiert werden sollen, wie in noch abstruseren Verschwörungsmythen vermutet wird.

Wer dennoch glaubt, auf seiner Maske oder auf seinem Teststäbchen etwas Ungewöhnliches gefunden zu haben, kann eine Probe im Labor untersuchen lassen. Einfach das vermeintliche Lebewesen mit einem durchsichtigen Klebeband auf einer Klarsichtfolie sichern, die Fundstelle einkreisen und per Post verschicken. Bis zur Bestätigung aus dem Labor sollte man seine These vielleicht noch zurückhalten – zumindest, wenn man keine Falschinformationen sowie Angst und Schrecken verbreiten möchte.

Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM), das eine Datenbank der Antigen-Schnelltests führt, teilte dem Redaktionsnetzwerk Recherche auf Anfrage mit: »Bei den Behauptungen über verunreinigte Teststäbchen, die derzeit vor allem in den Sozialen Medien kursieren, handelt es sich um Falschinformationen.«

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