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Verblistern

Von Licht geleitet

Ein neues System, das Apothekern durch Lichtsignale beim manuellen Befüllen von Blistern hilft, stellt das Unternehmen Omnicell auf der Expopharm in München vor. »Das Gerät Easyblist® fill2light hat ein Facelift erhalten: mit neuem Design und neuen Funktionen«, erklärte Tatjana Lintermann von Omnicell gegenüber der PZ. 
Christina Hohmann-Jeddi
11.10.2018
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Es führt jetzt noch sicherer durch den Befüllungsprozess als das Vorgängermodell. Auf einer Touchscreen-Oberfläche wird der leere Blistereinsatz platziert. Für jeden Patienten wird zunächst dessen Barcode eingescannt, wodurch  alle für den Patienten hinterlegten Arzneimittel auf dem Touchscreen angezeigt werden. Die Daten erhält das Gerät über eine Schnittstelle vom Warenwirtschaftssystem. Dann wird jedes Medikament einzeln eingescannt und anschließend abgefüllt, wobei das Gerät die Kammern beleuchtet, die befüllt werden müssen: verschiedene Farben bedeuten dabei verschiedene Stückzahl pro Einnahmezeitpunkt.

Nach jedem Befüllungsvorgang macht das Gerät ein Foto, sodass der gesamte Vorgang dokumentiert ist, berichtet Lintermann. Anschließend wird der Blister geschlossen. Das System wird auf der Expopharm erstmals vorgestellt und ist ab jetzt erhältlich. Die Kosten betragen etwa 8900 Euro.

Neu ist auch der Kommissionierautomat Omnicell RDX Essential, eine kleinere, preisgünstigere Variante eines herkömmlichen Kommissionierers. »Der Automat soll eine Lücke füllen und ist für kleinere Apotheken gedacht, die sich bisher aus Preisgründen oder wegen Platzmangels keinen Kommissionierautomaten anschaffen wollten«, sagte Jens Woost, Inhaber der Antares-Apotheken aus Niedersachsen, der selbst auch Omnicell-Kommissionierer verwendet. Der Unterschied zu den herkömmlichen Automaten sei, dass der RDX Essential per Hand und nicht automatisch befüllt wird. Seine Kapazität sei so ausgelegt, dass sie für eine durchschnittliche Apotheke ausreicht.

Foto: PZ/Alois Müller

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