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Herzrhythmusstörungen
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Von Herzklopfen bis Flattern und Flimmern

Viele Menschen sind unregelmäßig bis regelmäßig von Herzrhythmusstörungen betroffen. Sind diese Arrhythmien harmlos oder gefährlich, können und müssen sie behandelt werden?
AutorKontaktIlsabe Behrens
Datum 30.10.2022  08:00 Uhr

Einteilung nach Störungsursache

Wenn die Erregungsleitung am Herzen verzögert abläuft, spricht man von einem Block, was im schwersten Fall zu einer vollständigen Unterbrechung der Reizleitung führt (Erregungsleitungsstörungen).

Beim Sinusknotensyndrom (im Englischen: Sick-sinus-syndrome) liegt die Störung im Sinusknoten. Das kann eine zeitweilige Unterbrechung im Sinusknoten oder eine vollständige Blockade zwischen Sinusknoten und Vorhofmyokard sein. Dies führt zur Sinusbradykardie oder zum sinuatrialen Block. Das Gegenteil ist eine Sinustachykardie mit einer hohen Herzfrequenz. Die Hauptursache liegt in der Schädigung des Sinusknotengewebes durch ein chronisches Koronarsyndrom, eine Kardiomyopathie oder Myokarditis. Altersbedingt führt eine Fibrosierung des Myokardgewebes ebenfalls zu Fehlfunktionen des Sinusknotens.

Als atrioventrikulärer Block (AV-Block) wird eine Blockade der Überleitung von den Vorhöfen zu den Herzkammern bezeichnet. Bei einem Schenkelblock ist die Reizleitung in einem der Kammerschenkel blockiert.

Hinzu kommen diverse Sonderformen, von denen das WPW-Syndrom, die AV-Knoten-Reentry-Tachykardie und das Karotis-Sinussyndrom häufiger vorkommen. Im Rhythmus-Glossar sind diese Sonderformen beschrieben (Kasten).

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