»Die Apotheke vor Ort ist wichtig für die Gesundheitsversorgung der Menschen. Deshalb brauchen wir Selbstständige, die das flächendeckende Netz aufrechterhalten«, sagt Alexandra Kordes. / © Stever-Apotheke Senden
Nach viel Austausch mit anderen Apothekerinnen und Apothekern hat Alexandra Kordes die Entscheidung getroffen, die Apotheke ihres Vaters zu übernehmen. Darüber berichtet der Apothekerverband Westfalen-Lippe (AVWL). Mit der Geschichte der Apothekerin will der Verband auf den Existenzgründungsworkshop aufmerksam machen, den Kordes vor einigen Jahren besucht hatte. Den Workshop organisiert der Verband gemeinsam mit der Apobank, der Noweda, der Treuhand Hannover sowie der Apothekerkammer Westfalen-Lippe (AKWL).
»Zu hören, dass sich andere die gleichen Gedanken gemacht, aber auch Lösungen gefunden haben und ihre Entscheidung nicht bereuen, hat sehr gutgetan«, so Kordes, die nun selbst Workshops zum Thema »Apothekengründung« anbieten möchte.
Laut der Pressemitteilung wollte die seit 2017 approbierte Apothekerin die Apotheke ihres Vaters anfangs nicht übernehmen. Sie wisse, wie viel »Verantwortung und Arbeit mit einem eigenen Betrieb« verbunden sei. Seit Juni dieses Jahres hat sie jedoch den Schritt in die Selbstständigkeit gewagt und die Apotheke in Senden in Nordrhein-Westfalen übernommen.
Die Entscheidung habe sie getroffen, um selbst gestalten und Entscheidungen treffen zu können. Außerdem wolle sie aktiv mit den Menschen vor Ort im Austausch stehen. »Vor allem aber mache ich meinen Beruf sehr gern und habe trotz des Gegenwindes aus den Richtungen von Krankenkassen und Politik noch Hoffnung in unseren Berufsstand«, wird die Apothekerin vom Apothekerverband zittiert. »Die Apotheke vor Ort ist wichtig für die Gesundheitsversorgung der Menschen. Deshalb brauchen wir Selbstständige, die das flächendeckende Netz aufrechterhalten.«