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Indien

Vertrauen in Medizinprodukte stärken

Das indische Gesundheitsministerium strebt einen einheitlichen regulatorischen Rahmen für Medizinprodukte an. Das soll zusammen mit einer verständlichen Entschädigungspolitik das Vertrauen in die Produkte stärken, berichtet die britische Unternehmensberatung Global Data.
Jennifer Evans
30.10.2019
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Der indische Medizinprodukte-Markt, der 13 Prozent des gesamten Markts im asiatisch-pazifischen Raum in diesem Bereich ausmacht, soll nach Angaben von Global Data bis 2025 jährlich um 7,4 Prozent wachsen. Die Regierung will nun regeln, dass künftig alle indischen Medizinprodukte unter einen einheitlichen regulatorischen Rahmen fallen.

»Aktuell sind die behördlichen Genehmigungen bei indischen Medizinprodukten aufwendig. Die Mehrheit der Produkte ist importiert und die Hersteller nutzen die US-amerikanische FDA und CE Bestätigung, um die Zulassung zu bekommen«, so Rohit Anand, Analyst im Bereich Medizinprodukte bei Global Data. Laut der Unternehmensberatung plant das indische Gesundheitsministerium jetzt, sowohl die lokal produzierten als auch die importierten Medizinprodukte über die Central Drugs Standard Control Organization (CDSCO) zu zertifizieren. Das ist die nationale Regulierungsbehörde für indische Arzneimittel und Medizinprodukte. Zudem hat die Regierung vor, Hersteller und Importeure in Zukunft zu Entschädigungszahlungen zu verpflichten, sollten Patienten nach dem Gebrauch ihrer Medizinprodukte Schaden nehmen.

»Ein vereinfachtes Zulassungsverfahren sowie eine verständliche Entschädigungspolitik wird sowohl die Compliance verbessern als auch künftig Patienten, die fehlerhafte Medizinprodukte erhalten haben, den Weg zum Schadensersatz erleichtern«, ist Anand sicher.

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