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Bessere Ergebnisse erzielen
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»Verhandlungserfolg ist kein Zufall«

Verhandlungen finden täglich in unserem Alltag statt, privat und natürlich beruflich. In seinem neuen Buch erklärt Professor Christian Glade, Keynotespeaker beim PZ-Management-Kongress (PZMK), wie man systematisch bessere Ergebnisse für sich erzielt, ohne Beziehungen zu gefährden.
AutorKontaktDaniela Hüttemann
Datum 09.09.2026  07:00 Uhr

Ob mit dem eigenen Kind über Medienzeiten und Süßes an der Supermarktkasse oder im Job über Gehaltserhöhungen und Vertragskonditionen mit Marktpartnern wie Großhändlern: Wir müssen ständig verhandeln, ob wir wollen oder nicht. Dabei folgen Verhandlungen bestimmten Gesetzmäßigkeiten und lassen sich durch viele Faktoren beeinflussen. Das ist wissenschaftlich umfangreich untersucht.

»Verhandlungserfolg ist kein Zufall«, ist Professor Christian Glade überzeugt. Der Wirtschaftswissenschaftler forscht und coacht seit rund 20 Jahren zu dem Thema. Dabei hat er sich auch mit der Frage befasst, wie erfolgreiche Gründer und Start-ups Millionendeals mit der Investorenseite verhandeln. Dieses Wissen floss in sein neues Buch »Verhandlung durch Beeinflussung – psychologische Strategien, um systematisch bessere Deals zu gewinnen« ein. Darin gibt Glade zahlreiche erprobte und wissenschaftlich basierte Tipps zu dem Thema, von denen auch Apothekeninhaberinnen und -inhaber profitieren können.

Kleinigkeiten können einen großen Unterschied machen

Dabei können schon Kleinigkeiten die Chancen auf einen guten Deal erhöhen, auch wenn man möglicherweise die schlechtere Ausgangsposition hat. Neben bekannten Konzepten wie Ankerpunkten und Kontrasteffekten geht es in Glades Buch um die Prinzipien der Beeinflussung – und darum, sie gezielt zu nutzen beziehungsweise sich selbst dessen bewusst und möglichst immun zu machen.

Wer zum Beispiel zuerst etwas gibt, erzeuge beim Gegenüber einen automatischen Rückzahlungsimpuls. Den anderen mit seinem Namen anzusprechen und ein authentisches Kompliment zu machen, sind vermeintliche Kleinigkeiten, die sich auszahlen können.

Es geht dagegen nicht darum, jemanden zu manipulieren oder gar über den Tisch zu ziehen. Glaubwürdigkeit ist einer der Faktoren aus Glades selbst konzipiertem Big-Five-Modell für erfolgreiche Verhandlungen. Dazu zählen neben der Reputation auch die Expertise, die Machtverhältnisse, der Verhandlungsstil und die Verhandlungskompetenzen, auf die er in seiner Keynote beim PZ-Management-Kongress vom 14. bis 16. April 2027 in Palma de Mallorca genauer eingehen wird.

Verhandlungen gut vorbereiten und üben

Wichtig sind eine gute Vorbereitung, sich selbst über Ziele und die eigenen Grenzen (»Dealbreaker«), aber auch die Bedürfnisse des Gegenübers klar zu werden – und vor allem zu trainieren. »Verhandlungskompetenz ist kein angeborenes Talent, sondern ein Handwerk, das durch Struktur, Modelle und konsequentes Üben entwickelt wird«, erklärt Glade in seinem Buch.

Im zweiten Teil des Buches geht es um die Anwendung der vorgestellten Konzepte im sechsstufigen Verhandlungsprozess, von der Vorbereitung und Eröffnung über das Learning und Dealing bis zu Problemlösungsstrategien und dem Abschluss des Deals (»Closing«).

Das Buch ist gut verständlich und wie ein Praxisleitfaden geschrieben und zugleich wissenschaftlich fundiert. Am Ende jedes Kapitels finden sich die Kernaussagen übersichtlich zusammengefasst, was das Üben erleichtert.

Glade betont zwar, dass man nicht allein auf Basis des Bauchgefühls verhandeln sollte. Am Ende sollten aber alle Seiten mit einem guten Gefühl aus der Verhandlung gehen – nicht nur aus ethischen Gründen, sondern auch, um tragfähige Beziehungen aufzubauen und zu erhalten. Der beste Deal sei nicht unbedingt der, der rücksichtslos das Optimum für eine Seite herausholt, sondern der, bei dem die Bedürfnisse beider Parteien erfüllt werden.

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