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Auch ohne Diabetes

US-Zulassung für Semaglutid als Abnehmmittel

Vor allem gastrointestinale Nebenwirkungen

Die häufigsten Nebenwirkungen in den Zulassungsstudien als Abnehmpräparat waren Übelkeit, Durchfall, Erbrechen, Verstopfung, Bauchschmerzen, Kopfschmerzen, Müdigkeit, Dyspepsie, Benommenheit, Blähungen, Aufstoßen, Hypoglykämien bei Patienten mit Typ-2-Diabetes, gastrointestinale Infektionen und gastroesophagealer Reflux (GERD), also Sodbrennen.

Zudem gibt es Warnhinweise auf das potenzielle Risiko für Schilddrüsentumoren, Pankreatitis, schwere allergische Reaktionen, Probleme mit der Gallenblase inklusive Gallensteine, Hypoglykämien, akutes Nierenversagen, diabetische Retinopathie, erhöhte Herzfrequenz und Suizidgedanken und -verhalten. 

In der STEP-1-Studie verbesserten sich unter 2,4 mg Semaglutid wöchentlich auch andere kardiometabolische Risikofaktoren wie Taillenumfang, Blutfettwerte, Glucosewert und Blutdruck. Die Probanden berichteten zudem trotz Nebenwirkungen von einer deutlichen Verbesserung ihrer Lebensqualität. Generell lassen gastrointestinale Nebenwirkungen wie Übelkeit und Durchfall einige Wochen nach Therapiebeginn mit einem GLP-1-Rezeptorantagonisten nach. Darauf sollten Apotheker die Patienten bei Erstabgabe hinweisen, um die Adhärenz zu erhöhen.

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