| Paulina Kamm |
| 23.02.2026 14:34 Uhr |
Nachdem das BfArM via Lieferengpassmonitor eine Warnung erhält, käme es zu einer Kritikalitätsprüfung, so Horn. Hier seien auch die Landesbehörden und der »Beirat für Lieferengpässe« involviert. Dieser beinhalte alle Stakeholder, um nach der Prüfung einen Maßnahmenplan aufzustellen. Beispielsweise könne ein Versorgungsmangel ausgerufen werden. »Der Arm der Bundesoberbehörden greift laut Arzneimittelgesetz immer nur bis zum pharmazeutischen Unternehmen und bis zum Großhandel, aber nicht bis zum Arzt oder Apotheker«, so Horn. Der Beirat übernehme hier eine Art Vermittlungsinstanz.
»Wir hatten gestern 523 Lieferengpässe«, so Horn. Dies entspreche 1,4 Prozent betroffenen Marktanteils. Zusammenfassend prognostiziert Horn, dass die Arzneimittelpreise in Zukunft aufgrund von anstehenden Investitionen, wie zum Beispiel aufgrund der Abwasserrichtlinie, steigen und sowohl auf nationaler wie europäischer Ebene reevaluiert werden. Bei der zukünftigen Preisgestaltung spiele auch der Critical Medicine Act eine entscheidende Rolle. »Wenn wir in die Finanzierungsfragen nicht einsteigen, werden wir ein größeres Problem kriegen«, fasst Horn zusammen.