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Strategie gegen SARS-CoV-2

Testen, impfen, Ansteckungen vermeiden

Der Referent informierte nicht nur über das Impfen, sondern auch über die verschiedenen Coronavirus-Tests. Zum Nachweis der Infektion dienen der PCR- und der Antigen-Test. Zielstruktur beim PCR-Test ist die genomische RNA des Virus. Als Reagenzien fungieren eine Reverse Transkriptase, die die RNA in DNA übersetzt, und die Taq-Polymerase, eine DNA-abhängige DNA-Polymerase, die die DNA vervielfältigt. »Insgesamt ist ein PCR-Test empfindlicher als ein Antigen-Test«, so Dingermann. Die Zielstruktur beim Antigen-Test sind Nukleokapsid-Proteine (N-Proteine), die die Virus-RNA schützend umgeben. Antikörper gegen diese N-Proteine dienen als Reagenz für den Test.

Der Antikörper-Test zeigt eine durchmachte Infektion oder einen bestehenden Impfschutz an. Zielstruktur sind IgG/IgM-Antikörper. Um diese nachzuweisen, werden als Reagenz entweder das S-Protein des Virus oder ein N-Protein eingesetzt. Wichtig: Die bisherigen Covid-19-Impfstoffe richten sich gegen das S-Protein, sodass alle, die geimpft sind, hiergegen Antikörper bilden. Danach ist keine Differenzierung mehr möglich, ob jemand die Infektion durchgemacht hat oder ob die Antikörper aufgrund der Impfung gebildet wurden. Testet man dagegen auf Antikörper gegen ein N-Protein und erhält dabei ein positives Ergebnis, so ist eindeutig, dass diese Person eine SARS-CoV-2-Infektion durchgemacht hat.

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